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Posts Tagged ‘zwischenfälle’

Die Umweltverträglichkeitserklärung für Temelin 3 & 4 liegt in Tschechien bereits auf und wird auch bald zu uns kommen. Bundeskanzler Faymann hat es bisher verschlafen, eine öffentliche Anhörung in Österreich zu fordern – deshalb wird die öffentliche Anhörung in Budweis wohl die letzte Möglichkeit sein, zu diesem Projekt Stellung zu nehmen und offizielle Auskünfte zu verlangen.

Währenddessen haben Umweltorganisationen zwei beunruhigende Altlasten der ersten beiden Reaktorblöcke ans Tageslicht gebracht: Während CEZ und Aufsichtsbehörde nicht müde werden, zu betonen, dass Temelin das best-überwachte AKW der Welt wäre – weil Daten auch direkt nach Wien geliefert werden, wird Big Brother offensichtlich doch immer wieder ausgeschaltet:

  1. Zwischenfälle (INES Stufe 0), bei denen sich erst nachträglich herausgestellt hat, dass sie doch meldepflichtig gewesen wären(INES-Stufe 1), wurden nicht nach Wien „nachgemeldet“, behaupten die CZ Bürgerinitiative Umwelt Budweis und „atomstopp“. und
  2. Probleme mit einer Schweißnaht bei einem Rohr zwischen Reaktorblock und primärem Kühlkreislauf, die schon im Jahr 2000 angezeigt wurden, sind nach wie vor nicht behoben – noch nicht einmal richtig geprüft! Denn nach der Anzeige wurde einfach ein falsches Rohr überprüft und für in Ordnung befunden. Greenpeace hat die Angelegenheit auf allen juristischen Instanzen durchgespielt und wurde abgewiesen. Details dazu hier

Wenn bei Sicherheitsfragen getrickst wird und die „unabhängige“ Atomaufsichtsbehörde mitspielt, ist Feuer am Dach!
Eine Aufsichtsbehörde, die Berichte über Fehler jahrelang verschleppt und verheimlicht, ist ein Sicherheitsrisiko. Und das muss auch bei der Umweltverträglichkeitsprüfung der beiden neuen Reaktorblöcke zum Thema gemacht werden!

Der Fall der Schweißnaht wurde im Jänner im tschechischen Fernsehen behandelt – und auch eine Studie des tschechisch-rumänischen Instituts Candole Partners, das den neuen Temelin-Blocks ein finanzielles Debakel prognostiziert. Der Widerstand in Tschechien wächst, auch wenn er noch nicht mehrheitsfähig zu sein scheint. Die tschechischen Atomausbaupläne verlieren an Euphorie – d.h. dranbleiben!

BK Faymann muss dafür sorgen, dass auch in Österreich eine Anhörung zur Temelin-UVP stattfindet!
Der Widerstand gegen AKWs ist seit 2000 gewachsen. Deutsche, Österreichische und Tschechische Einwände in einer einzigen Anhörung bedeuten einen massiven Einschnitt in die Rechte der BürgerInnen, ihre Bedenken vorzubringen.

 

 

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