Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘zwentendorf’

LR Pernkopf ist sichtlich bemüht, Niederösterreich in Sachen Klimaschutz und Energiewende weiterzubringen. Die Klimastrategie winkt mit ambitionierten Zielen: 100 % Strom aus Erneuerbarer Energie bis 2015, 50 % Erneuerbare am Gesamtenergiebedarf bis 2020, 100 % bis 2050.  Das kann sich sehen lassen – und das ist auch machbar!

Bis Herbst wird nun am Energie+Klimaschutzprogramm 13+ gearbeitet – mit profunden ExpertInnen von Umweltbundesamt, ÖGUT und ENU – incl. Einbindung von Stakeholdern, sogar wir Grüne waren eingeladen, unsere Ideen beizusteuern.

Was aber so gar nicht ins Bild des Erneuerbaren-Energielands passt, sind die Gaskraftwerksausbauplände der EVN! Lt. „Aktionsplan Österreichs Energie“ (und dem Standard) will die EVN 2 x 400 MW in der Hohen Wand (2017 und 2019)  und 1 x 800 MW im Raum Zwentendorf (2020).

Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die auch nur ansatzweise gedacht haben, Pernkopf würde seine Ankündigungen auch ernst meinen! Insgesamt + 1.600 MW fossile Energien – das ist fast eine Verdoppelung der NÖ Fossilstromproduktion.

 

Niederösterreich braucht keine 3 neuen Gaskraftwerke! 51 % der EVN sind (noch) in Landeseigentum. Die Politik muss daher ihre Aufgabe wahrnehmen und diesem Schwachsinn ein Ende bereiten, bevors zu spät ist!

 

Advertisements

Read Full Post »

so erfreulich es ist, dass LR Plank nun die grüne „Energiewende“ entdeckt und unser Schlagwort übernommen hat – so seltsam ist es, wenn der nö Umweltlandesrat jetzt 10 Forderungen an sich selber stellt, ohne deren Umsetzung auch nur ansatzweise zu erörtern!

Zum Jubiläum 30 Jahre Zwentendorf hat der Landesrat seinen Weg aus der Atomkraft vorgestellt – 10 Thesen, die ich bis auf den Zeitpunkt der Umsetzung ja gerne unterschreiben würde. nur – was hat ihn bisher dran gehindert, diesen Weg zu gehen? Und wieso sollten wir jetzt glauben, dass er neue Wege einschlagen wird?

Gerade in der Anti-Atompolitik glänzt Niederösterreich durch Abwesenheit! Bei offiziellen Besuchen von Delegationen z.B. tschechischer KollegInnen gehts um den Weinbau und die Thermenlandschaft – das Thema Atomenergie traut sich keiner streifen, ganz zu schweigen davon, dass mal die Haftungsfrage gestellt würde.
Wo sind die Stellungnahmen zu den zig AKW-UVP-Verfahren, die das Land bisher sehr versteckt angekündigt hat? Wieso verzichtet Plank auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung der Atomstromautobahn Dürnrohr/Slavetice?
Die Niederösterreichischen ÖVP-Abgeordneten in Nationalrat und Bundesrat haben an der Demontage des Ökostromgesetzes fleißig mitgearbeitet. Gibts da keine Kommunikation?

die Thesen im einzelnen:

(mehr …)

Read Full Post »

so ein Zufall: 30 Jahre nach der Volksabstimmung in Zwentendorf verkündet ein hoher Vertreter der CEZ anlässlich des „Reuters Central European Investment Summit“ in Wien, dass Dukovany ausgebaut und die Umweltverträglichkeitsprüfung bereits in 2 Monaten starten soll. Entfernung von Zwentendorf: 120 km!

Und damit der Strom von Dukovany auch rasch nach Österreich kommt, baut die Verbund APG die dazugehörige Stromautobahn aus. In diesen Tagen wird eine zweite 380 kV-Leitung auf die Hochspannungsmasten von Dürnrohr nach Slavetice verlegt – ohne Umweltverträglichkeitsprüfung, ohne Volksabstimmung! Diese Doppelgleisigkeit ist zum Genieren! Wie sollen österreichische PolitikerInnen glaubwürdig gegen den Ausbau der tschechischen Atomkraftwerke auftreten, wenn wir gleichzeitig alles tun, um von deren Stromproduktion zu profitieren???

Diverse Antworten auf Anfragen zur Atomstromautobahn – an LR Plank, an Umweltminister Pröll und an Wirtschaftsminister Bartenstein lauteten unisono: die Hochspannungsleitung hat ja nix mit Atomstrom zu tun. Der niederösterreichische Umweltanwalt meint, dass ein UVP-Verfahren nur notwendig wäre, wenn neue Masten aufgestellt würden – vor der Leitung braucht sich ja keiner zu fürchten. Wollen uns die Herren für dumm verkaufen?

Die Verbund APG behauptet ungeniert, dass über ihre Leitungen nur „sauberer“ Strom fließt.
Die österreichische „Atomstrombilanz“ wird durch RECs-Zertifikate gefälscht – denn nur ein kleiner Teil von dem, was als Atomstrom importiert wird, wird in Österreich auch als Atomstrom verkauft!
Am 5. 11., dem Jahrestag der Volksabstimmung gegen Zwentendorf werden alle diese Herren Sonntagsreden schwingen – und es wäre schön, wenn Sie an diesem Tag auch ein paar spannende Fragen zur Verlogenheit der Österreichischen Anti-Atompolitik beantworten müssten!

Read Full Post »