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Posts Tagged ‘seibersdorf’

Österreich hat waffenfähiges Uran, wenn auch in geringen Mengen. Das Material stammt aus dem letzten verbliebenen Versuchsreaktor Österreichs im Wiener Prater.

Beim jährlichen „nuclear security summit“ in Seoul machen sich die Vertreter von 50 Staaten Gedanken darüber, wie waffenfähiges Material insbesondere vor Zugriffen von terroristischen Organisationen geschützt werden kann. Österreich ist (wie schon beim letzten Summit) nicht dabei*. Bei uns gilt die Devise: Kopf in den Sand – bloß nicht drüber reden, dann kann auch nichts passieren.

Genau diese Haltung legt die Regierung auch bei der  „Zwischenlagerung“ des übrigen radioaktiven Abfalls in Seibersdorf an den Tag. „Ist ja nicht viel, da findet sich schon wer, der uns das abnimmt“ – damit schieben Österreichische Umweltminister das Problem seit Jahren vor sich her. Trotz EU-Richtlinie sucht Österreich nicht nach einem Zwischenlager, wie erst im Juni 2011 in einer Anfragebeantwortung (Frage 6) von Minister Berlakovich bestätigt.

Eine Haltung, die uns nicht nur Glaubwürdigkeit in der Anti-Atom-Politik kostet, sondern die auch gefährlich ist. Die Nähe des Lagers (und des Reaktors) zu Wien und die Ignoranz der Politik dem Problem gegenüber machen auch geringe Mengen gefährlich!

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Überraschung im Regierungsprogramm –

Noch im Juli 2006 war Minister Pröll davon überzeugt, dass das Atom-Zwischenlager in Seibersdorf ausreichend sicher ist. Er behauptete sogar, dass „Selbst bei einem unbeabsichtigten Flugzeugabsturz … nicht mit einer relevanten Freisetzung radioaktiver Stoffe zu rechnen“ ist.

Im neuen Regierungsprogramm wird nun die Umsetzung eines „Modernisierungskonzepts für die Behandlung und Zwischenlagerung von in Österreich anfallenden radioaktiven Abfällen“ angekündigt.

Was die neue Bundesregierung unter diesem „Modernisierungskonzept“ versteht und worauf sich Min. Prölls Vertrauen in die Sicherheit der Seibersdorfer Lagerhallen begründet, ist allerdings eine offene (An)Frage, auf deren Antwort ich gespannt bin.

Es wäre wünschenswert, wenn die neue Regierung das anstehende Problem der Atommüll-Lagerung in Österreich endlich lösen und nicht immer nur verschieben würde. Die Formulierung des Regierungsprogramms lässt aber vermuten, dass diese Modernisierung sich auf das „Ausmalen der Lagerhallen“ beschränkt – die Suche nach einer sicheren Endlagerung aber weiterhin nicht in Angriff genommen wird.

Auch wenn in Österreich vergleichsweise wenig radioaktiver Abfall anfällt – um in Europa eine glaubhafte Anti-Atompolitik zu machen, ist es unumgänglich, auch im eigenen Land für eine vorbildhafte Lagerung von radioaktivem Abfall zu sorgen!

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Auch in Österreich gibt es radioaktives Material. Vielen ist das erst jetzt, durch den Unfall in einem IAEO-Labor in Seibersdorf, bewusst geworden. Glück gehabt – es ist nichts „Schlimmeres“ passiert. Die IAEO wird jetzt hoffentlich wirklich die Renovierung der Labors in Angriff nehmen – und auch ihre Informationspolitik! Dass gerade die Internationale Behörde in Österreich nicht sofort auf Transparenz setzt und Informationen weitergibt, ist allerdings sehr bedenklich.

Doch in Seibersdorf findet sich strahlendes Material nicht nur in den Labors der IAEO. Denn in Seibersdorf werden auch die in Österreich anfallenden radioaktiven Abfälle seit Jahrzehnten „zwischengelagert“.

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profil schlägt seine zeile diese woche mit dem thema atomkraft. beim lesen der ersten halben seite war mein gedanke: „nicht schon wieder … wir sitzen eh schon wie eine maus vor der schlange und fürchten uns zu tode“. aber siehe da: der artikel ist wirklich umfassend recherchiert und räumt mit dem märchen von atomkraft als klimaretter auf! zu wenig kapazität, zu langfristig zu planen, zu teuer, zu gefährlich…. man könnte direkt hoffnung schöpfen!

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