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Posts Tagged ‘pernkopf’

Der Niederösterreichische Landtagspräsident Penz lud heute zu einer Besprechung mit einer polnischen Delegation, die sich über „Alternativenergien“ in Niederösterreich informieren wollte.

In diesem Zusammenhang war es Penz offenbar wichtig, der polnischen Delegation folgende Tipps mit auf den Weg zu geben:

  • Windräder sind scheußlich.
  • Es besteht die große Gefahr, dass ihre Entsorgung (nach Gebrauch) nicht geklärt wäre und dann Windradleichen in der Gegend rumstehen.
  • Die Grünen geben immer wieder unnötige Wortmeldungen ab, die nichts mit der Sache zu tun haben.

Zur Scheußlichkeit von Windrädern – einem gerne strapazierten Vorurteil – wagte LAbg Amrita Enzinger anzumerken, dass dies wohl Geschmackssache sei, aber nichts mit dem Potential der Windkraft (immerhin 10 % des Strombedarfs in NÖ) und der Notwendigkeit ihrer Nutzung zu tun hat.

Wie Penz zu seiner Warnung vor den „Windradleichen“ gekommen ist, ist mir schleierhaft. Faktum ist, dass Windkraftbetreiber von Beginn an Rücklagen für den Abbau der Anlage bilden müssen (bei AKWs schauts leider nicht so aus) – und dass sich diesbezügliche Probleme bisher nicht ergeben haben.

Die dritte Aussage ist daraus entstanden, dass die Vertreterinnen des Grünen Clubs seine vorigen Ansichten nicht geteilt haben. Ihn danach unter vier (bzw. sechs) Augen drauf anzusprechen, dass derart parteipolitische Untergriffe bei Gesprächen mit einer ausländischen Delegation unüblich sind, hat die Wogen nur noch aufgeschaukelt. Andere Ansichten (oder gar ein Widerspruch) sind offenbar nicht erwünscht. Mir ist der Appetit auf Smalltalk beim Mittagessen vergangen – als stummes Oppositions-Feigenblatt lass ich mich nicht gern missbrauchen. Und insbesondere von einem (Landtags)Präsidenten würde ich mir sachliche Aussagen statt parteipolitischen Untergriffen vor Gästen erwarten.

Dabei hat alles ganz interessant angefangen… (mehr …)

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boleticeWenn von tschechischen Plänen für ein Atommüll-Endlager nahe der niederösterreichischen Grenze schon auf orf.at zu lesen ist, dann würde ich mir doch zumindest einen Mucks vom niederösterreichischen Umweltlandesrat zum Thema erwarten!

Doch Pernkopf bleibt ruhig. Aktive Anti-Atompolitik war ja noch nie ein Markenzeichen der niederösterreichischen Landesregierung! Wer den Namen des Niederösterreichischen Anti-Atombeauftragten googelt, weiß danach nur, dass der eigentlich in Pension ist.  Befragt man die Homepage der Niederösterreichischen Landesregierung, kommt zum Thema Anti Atombeauftragter genau NICHTS. Menüpunkte zum Thema Atomkraft gibts weder unter „Umwelt“, noch unter „Energie“.

Herr Landesrat: Bitte wachen Sie auf, bevor der tschechische Atommüll keine 100 km von der Grenze vergraben wird! Unterstützen Sie die tschechischen Bürgermeister, die sich gegen das Lager wehren – und informieren Sie die niederösterreichische Bevölkerung über AKW-Pläne, statt sie totzuschweigen!

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