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Posts Tagged ‘Frauen’

spannend war die enquete „frauen in der politik – mehr frauen in die politik“, die am 7.10. im parlament abgehalten wurde.

an sich war ja geplant, viele themen zu diskutieren:

  • frauen in den parlamenten – ein internationaler vergleich
  • im blick der medien: frauen in der politik – tradierte rollenbilder von frauen in der gesellschaft
  • frauensache politik: strategien für eine angemessene vertretung von frauen in der politik

diskutiert wurde dann aber letztlich vor allem über „die quote“. einerseits ist das schon auch ein bisschen logisch, weil eben „die quote“ sämtliche themen, die angesprochen wurden, beeinflussen würde – trotzdem ein wenig schade, weil „der blick der medien“ oder auch der „internationale vergleich“ schon auch spannende themen gewesen wären…

die standpunkte der einzelnen parteien waren ziemlich klar – wenn auch zum teil überraschend:

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im vergleich zum neuen amerikanischen präsidenten lässt sich die neue bundesregierung zeit mit dem neuanfang. seit 2. dezember ist sie im amt – in der gestrigen bundesratssitzung wurden erst mal die kompetenzen der regierungsmitglieder (bundesministeriengesetz) festgelegt. wenn es in dem tempo weitergeht, wird die erneuerung bei uns wohl einige zeit länger dauern als in den usa…

3 gesetze standen gestern auf der tagesordnung:

  • bundesministeriengesetz (zuordnung der kompetenzen der ministerien)
  • zivildienstgesetz (erhöhung der zivildienstgelder für rechtsträger)
  • passgesetz (fingerabdruck im pass)

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die neue regierung ist angelobt. in der regierung faymann ist mit 6 von 17 regierungsmitgliedern die frauenquote grade mal genauso hoch wie „unter kanzler gusenbauer“ (zuletzt 8 von 20), nämlich bei 35 % (die zukünftige justizministerin schon eingerechnet, falls sie irgendwann mal mit der bawag fertig ist).

mal ganz zu schweigen von der jeweiligen „wichtigkeit“ der ämter (finanzministerIN oder bundeskanzlerIN hatten wir noch nie) – von einem adäuquaten frauenanteil kann in der regierung keine rede sein.

im regierungsprogramm steht: „die regierungsparteien werden gemeinsam mit den sozialpartnern einen nationalen aktionsplan für gleichstellung erarbeiten, um die erwerbsbeteiligung und die einkommensentwicklung von frauen zu verbessern.“ (übersetzung: wenn ich nicht mehr weiterweiß, dann bild ich einen arbeitskreis). schöner wäre gewesen, wenn schon bei der regierungsbildung ein zeichen gesetzt worden wäre: mehr als 50 % der bevölkerung sind frauen, warum nicht auch 50 % frauen in der regierung?

nachtrag: quoten und vorbilder (mehr …)

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(Elisabeth Bleyleben-Koren, Vorstand Erste Bank)…

Naja, dass es ohne was nicht geht, sieht man ja – 3 % Frauen in den wichtigsten Vorstandsetagen Österreichs… Da hat’s Profil leicht, alle zu interviewen.

Muss Frau dann Angst haben, als „Quotenfrau“ zu gelten, wenn es eine Regelung gibt – und sich erst recht durchkämpfen, um das Gegenteil zu beweisen?

Theresa Jordis, Erste Bank: „Frauen sind ein gutes Korrektiv, weil sie nicht so sehr in Netzwerke eingebunden sind“. Dass sich Männer gut verstehen und „miteinander können“ ist althergebracht – dass Frauen vielleicht einen anderen Blickwinkel einbringen ist nicht immer erwünscht.

Es geht da nicht „nur“ um Gleichberechtigung – sondern auch darum, den „anderen Stil“ und die „anderen Fähigkeiten“, den/die die meisten Frauen haben, auch der Wirtschaft zugute kommen zu lassen.

Also ich finds gut, dass Frauenministerin Bures sich bezüglich einer Frauenquote mal rauslehnt (eine Forderung der Grünen im NR). Das gibt zumindest vielleicht mal eine Diskussion über das Thema in Österreich. Wobei zu befürchten ist, dass es bei der Diskussion bleibt, weil auch in der SPÖ die Angst vor der „Quotenkeule“ zu groß ist, um sie mal wirklich einzusetzen.

P.S.: Es sind nicht alle Männer gleich, es sind nicht alle Frauen gleich. Aber es ist schön, dass es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt – nicht nur auf einer Ebene…

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