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Posts Tagged ‘finanzkrise’

hat die bundesfinanzierungsgesellschaft mit steuergeldern „spekuliert“ – und vor allem, wie verhindert der zuständige minister, dass sowas künftig nochmals passiert?
das war der inhalt der dringlichen anfrage an bm pröll bei der bundesratssitzung am 23.7.

bm pröll ist dann auch höchstpersönlich angereist, um uns drüber aufzuklären, dass eh alles super gelaufen ist, in der bfa. lässig und leicht arrogant erklärte er uns, dass niemals spekuliert wurde und die bfa immer nur zum vorteil der steuerzahler agiert hat.

es wurden zwar kredite aufgenommen, um „damit gewinn zu machen“ – aber das ist nicht spekulation. faktum ist, dass die bfa ihr spielgeld, trotz einer „ermahnung“ des rechnungshofes schon 2002 mehr als verdoppelt hat – und noch im august 2007 fast 10 mrd euro (fast 50 % der kassamittel) in den abcp (asset backed commercial papers) stecken hatte, die jetzt zur debatte stehen. die „gewinne“ daraus halten sich in grenzen – auf einem sparbuch wären die milliarden besser verzinst gewesen. und was vom kapital zurückkommt, wird sich erst am ende der laufzeit zeigen. (mehr …)

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rettungspaketdie finanzierung der folgen der finanzkrise war in österreich rasch beschlossen: mit einem 100 mrd bankenrettungspaket – ein großes paket ohne große auflagen (im europäischen vergleich) kredite sind deshalb noch immer schwer zu bekommen  …
wenn es jetzt darum geht, auch die ursachen der finanzkrise in den griff zu bekommen, fehlen dem österreichischen finanzminister allerdings jegliche ambitionen. im gegenteil: gegen die eu und den rest der welt verteidigt er das österreichische bankgeheimnis wie eine heilige kuh!

um die sparbücher der urstrumpftanten gehts nicht mehr – eher um in österreich steuerschonend veranlagte vermögen aus dem in- und ausland (die wir ja auch mit unserem riesen-bankenrettungspaket geschützt haben).

wer die krise ernst nimmt und dagegen ankämpfen will, muss auf einer systemänderung bestehen! die österreichische bundesregierung tut das gegenteil! dagegen protestieren kann man auf der homepage von attac! (unterschriftenaktion, demo (28.3.) und vor allem viel info). fordern sie ein, dass die österreichische bundesregierung sich an der neugestaltung der finanzmärkte beteiligt, statt ein eigenes steueroasen-süppchen zu kochen.

keine frage – ein kritischer eu-kurs ist wichtig – bei der gentechnik, bei der atomkraft und auch beim transitverkehr (den unsere regierung auch nur halbherzig bekämpft). aber beim bankgeheimnis??? in wessen interesse handelt unser finanzminister hier?

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so schnell kanns gehen… der öbb-fahrplan, der 2007/08 doch immerhin ein wenig an attraktivität gewonnen hat, wird ab dezember wieder zusammengestrichen. und das, trotz eines massiven zuwachses an fahrgastzahlen!

liebe bahnpendlerinnen und -pendler – ihr werdet das sicher verstehen, wenn ihr frühmorgens jetzt noch sardinenmäßig zusammengepferchter in der schnellbahn steht. es liegt ja nicht an euch (sie mögen euch eh). es wär nur wegen der paar hundert millionen, um die sich der öbb-vorstand verspekuliert hat (und keine sorge, der wird wieder umgebaut – auf unsere kosten) – und wegen der anstrengungen, mehr geld aus dem budget zum ausgleich der vor der wahl nicht durchgeführten tariferhöhungen, die der verkehrsminister leider vergessen hat. drum muss die öbb jetzt leider sparen.

und liebe autofahrerinnen und autofahrer – ihr werdet euch jetzt sicher einen umstieg auf die attraktive bahn überlegen. noch dazu, wo doch die letzten autobahnprojekte noch ein wenig vorgezogen werden (damit ihr künftig auf nurmehrautobahn nach tschechien fahren könnt – auf 3 varianten). ich bin mir sicher, dass die apelle von verkehrs- und umweltminister fruchten: bitte steigts doch um, wegen dem kyoto-protokoll und damit die nächste klimatagung nicht gar so peinlich wird für die österreichische regierung…

finanzkrise, konjunkturkrise, kimawandel – es gäbe ein rezept, um die probleme der nahen zukunft zumindest positiv zu beeinflussen (von abwenden kann eh keine rede mehr sein): investitionen in erneuerbare energie & nachhaltige mobilität – und eine absicherung der sozial schwachen durch eine grundsicherung. denn damit würde das geld im land bleiben!

die bankenwirtschaft haben wir vor einer woche mit 100 milliarden geschützt
die realwirtschaft stützen wir diese woche mit einer erhöhung der bausparprämie

prost mahlzeit

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700 mrd dollar will die usa in die abfederung der finanzkrise stecken. aber auch unser sparsamer minister molterer denkt laut über die „rettung der sparbücher“ nach.

die finanzwirtschaft hat ja in den letzten jahren geboomt. fast täglich wurden herr und frau österreicherIn drauf hingewiesen, dass es nonsens ist, sein geld auf dem sparbüchl zu horten, statt mit wertpapieren steinreich zu werden. auch unser „labiles“ pensionssystem haben wir erfolgreich teil-umgestellt: vom system „kinder zahlen für die eltern“ auf das system „beuten wir uns selber über konzerngewinne aus“. (mehr …)

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Was macht den (gottseidank)Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser zum Börsen-Experten von „Österreich“? Er hat mit Auszeichnung maturiert und dann einen Magister der Volkswirtschaft erworben. Menschen mit dieser Ausbildung gibts viele. Als Ex-Finanzminister (davon gibts auch einige) hatte er mit der Börse und mit Banken zu tun – aber gerade das hat ihm ja nicht nur Loorbeeren eingebracht (im BAWAG-Skandal ist er vor allem durch seine parteipolitischen Weisungen aufgefallen) und bei Budgetzahlen vor allem durchs Schummeln. Für alle, die’s schon vergessen haben: Wikipedia

Reich zu heiraten ist zwar angeblich auch eine typisch österreichische Politik – aber die wird uns nicht aus der Finanzkrise retten.

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