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Posts Tagged ‘das euro aus droht 2012’

UbhFM (unsere bekannt-harte Finanzministerin) steigt auf die Barrikaden, wenn es um einen Schuldenschnitt für Griechenland geht. „Fekter weiter gegen Schuldenschnitt“ erklären uns die Printmedien.

Bei der Begründung ihrer Hartnäckigkeit könnten einem die Grausbirnen aufsteigen: In Österreich hat die Kommunalkredit (die Bad Bank der Kommunalkredit, Anm.), die schon dem österreichischen Staat gehört, das größte Exposure in Griechenland.… Die Kommunalkredit habe in Griechenland zwei Drittel bei Privaten verborgt. Aber wenn eine Hafeninfrastruktur dabei ist, wo der Hafen an die Kommunalkredit vielleicht in 15 oder 20 Jahren zurückzahlt, würde das heißen, dass wir Yachtbesitzer durch einen Schuldenerlass subventionieren. Das will ich dem österreichischen Steuerzahler nicht zumuten. Sie wolle wissen, wer alles trage, was da als so genannte private Beteiligung geprüft werde.

Ich will wissen, warum die Kommunalkredit als verstaatlichte Bank Kredite für Hafeninfrastruktur in Griechenland locker gemacht hat!
Ich will wissen, wie solche Papiere in österreichische Pensionsfonds kommen!
Ich will wissen, warum die horrenden Militärausgaben Griechenlands (auf Pump) nicht radikaler gekürzt werden müssen!

Klar – wer trotz der letzten Finanzkrise das Spekulieren nicht aufgeben will, hat ein Problem damit, wenn Spekulanten auch zur Kassa gebeten werden sollen. Letztendlich ist aber auch klar: je länger die Entscheidung mittels Laufzeitverlängerungen augeschoben werden, umso länger haben Spekulanten Zeit, sich an der Krise gesundzustoßen. Und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die öffentliche Hand allein auf den Schulden sitzenbleibt. Und was bedeutet Laufzeitverlängerung bei schlechten Ratings? Letztlich doch nur eine Verlängerung der Spekulation! Derhebens das, dann gibts viel Knete (Zinsen) – derhebens es nicht, muss eh der Staat die Banken retten.

Monatelang herumdiskutieren bringt nur Verunsicherung, die von den garantiert-falschen genutzt wird: Ich hatte heut ein Mail im Postfach, das mir das Euro-Aus und den Crash der europäischen Banken für 2012 – und gleichzeitig eine Strategie zum Krisengewinn (12 %) verspricht. Zum Kotzen! Spekulation als Ausweg aus der Krise, die durch Spekulation verursacht wurde? Wer bei solchen Pyramidenspielen auf der Strecke bleibt, ist klar: sicher nicht die Verursacher. Denn denen gibt die Politik ja genug Zeit, sich rauszuwurschteln.

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