Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘anti-atompolitik’

Überraschung im Regierungsprogramm –

Noch im Juli 2006 war Minister Pröll davon überzeugt, dass das Atom-Zwischenlager in Seibersdorf ausreichend sicher ist. Er behauptete sogar, dass „Selbst bei einem unbeabsichtigten Flugzeugabsturz … nicht mit einer relevanten Freisetzung radioaktiver Stoffe zu rechnen“ ist.

Im neuen Regierungsprogramm wird nun die Umsetzung eines „Modernisierungskonzepts für die Behandlung und Zwischenlagerung von in Österreich anfallenden radioaktiven Abfällen“ angekündigt.

Was die neue Bundesregierung unter diesem „Modernisierungskonzept“ versteht und worauf sich Min. Prölls Vertrauen in die Sicherheit der Seibersdorfer Lagerhallen begründet, ist allerdings eine offene (An)Frage, auf deren Antwort ich gespannt bin.

Es wäre wünschenswert, wenn die neue Regierung das anstehende Problem der Atommüll-Lagerung in Österreich endlich lösen und nicht immer nur verschieben würde. Die Formulierung des Regierungsprogramms lässt aber vermuten, dass diese Modernisierung sich auf das „Ausmalen der Lagerhallen“ beschränkt – die Suche nach einer sicheren Endlagerung aber weiterhin nicht in Angriff genommen wird.

Auch wenn in Österreich vergleichsweise wenig radioaktiver Abfall anfällt – um in Europa eine glaubhafte Anti-Atompolitik zu machen, ist es unumgänglich, auch im eigenen Land für eine vorbildhafte Lagerung von radioaktivem Abfall zu sorgen!

(mehr …)

Werbeanzeigen

Read Full Post »

so ein Zufall: 30 Jahre nach der Volksabstimmung in Zwentendorf verkündet ein hoher Vertreter der CEZ anlässlich des „Reuters Central European Investment Summit“ in Wien, dass Dukovany ausgebaut und die Umweltverträglichkeitsprüfung bereits in 2 Monaten starten soll. Entfernung von Zwentendorf: 120 km!

Und damit der Strom von Dukovany auch rasch nach Österreich kommt, baut die Verbund APG die dazugehörige Stromautobahn aus. In diesen Tagen wird eine zweite 380 kV-Leitung auf die Hochspannungsmasten von Dürnrohr nach Slavetice verlegt – ohne Umweltverträglichkeitsprüfung, ohne Volksabstimmung! Diese Doppelgleisigkeit ist zum Genieren! Wie sollen österreichische PolitikerInnen glaubwürdig gegen den Ausbau der tschechischen Atomkraftwerke auftreten, wenn wir gleichzeitig alles tun, um von deren Stromproduktion zu profitieren???

Diverse Antworten auf Anfragen zur Atomstromautobahn – an LR Plank, an Umweltminister Pröll und an Wirtschaftsminister Bartenstein lauteten unisono: die Hochspannungsleitung hat ja nix mit Atomstrom zu tun. Der niederösterreichische Umweltanwalt meint, dass ein UVP-Verfahren nur notwendig wäre, wenn neue Masten aufgestellt würden – vor der Leitung braucht sich ja keiner zu fürchten. Wollen uns die Herren für dumm verkaufen?

Die Verbund APG behauptet ungeniert, dass über ihre Leitungen nur „sauberer“ Strom fließt.
Die österreichische „Atomstrombilanz“ wird durch RECs-Zertifikate gefälscht – denn nur ein kleiner Teil von dem, was als Atomstrom importiert wird, wird in Österreich auch als Atomstrom verkauft!
Am 5. 11., dem Jahrestag der Volksabstimmung gegen Zwentendorf werden alle diese Herren Sonntagsreden schwingen – und es wäre schön, wenn Sie an diesem Tag auch ein paar spannende Fragen zur Verlogenheit der Österreichischen Anti-Atompolitik beantworten müssten!

Read Full Post »