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Archive for the ‘Frauen & Männer’ Category

meine persönliche „Aufarbeitung“ der „Causa Pilz“

„Es ist ja schon so viel gesagt, aber nicht von jedem(/r)“ – deshalb habe ich mir bisher bei Diskussionen zum „Grünen Rosenkrieg mit Peter Pilz“ meinen Senf erspart.

Ich bin Teil der „Grünen Basis“ – und als solche fühle ich mich 1. mitverantwortlich und 2. bewogen, meinen Standpunkt zu erläutern. Weil die „Grüne Basis“ eben nicht alle Grünen sind, sondern auch nur FunktionärInnen aus Ländern und Bezirken, die wiederum „ihre Basis“ vertreten.

Neben der derzeit im Raum stehenden Frage „Wenn Peter Pilz ein Sexist war – wie konnten die Grünen ihn so lange in ihrer Reihe dulden?“ geht es mir aber auch um die Frage „Haben wir seinen Populismus unterschätzt?“  Für wen ist der Skandal wichtiger als eine vernünftige Lösung – und haben Betroffene das Recht, Konsequenzen aus einer empfundenen (sexuellen) Belästigung selbst zu entscheiden?“

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Die heutigen Leitartikel zur Wiener Wahl zeichnen sich nicht unbedingt durch Neuigkeitswert aus. Die Presse beleuchtet allerdings (unabsichtlich) ein Detail, das mir schon lange Kopfzerbrechen bereitet: „Das… Duell zwischen Michael Häupl und Heinz-Christian Strache hatte Erfolg: es wurde tief und immer tiefer. Zuletzt wirkten sogar die Herausforderinnen sympathisch.“ Übersetzen kann man das auch mit: Männer müssen sich schon sehr deppat spielen, damit Frauen daneben sympathisch wirken.

Weiter gehts dann mit der Zwischenüberschrift: „Hysterisch. ÖVP-Chefin Christine Marek und Grünen-Frontfrau Maria Vassilakou teilen sich nicht nur den kleinen Erfolg, in den TV-Debatten einfach bessere Figur als die Männer gemacht zu haben…“ Interessant, dass im Text dann erst rauskommt, dass Häupl & Strache hysterisch gewesen wären (für die SchnellleserInnen könnte das allerdings untergehen – Hysterisch und der Name der Frauen reicht ja schon, um sich den Inhalt des Absatzes vorzustellen)
Wenn Frauen „in den Saft gehen“, werden sie schnell mal als hysterisch bezeichnet – Männer wie Strache gewinnen mit ihrem „Kampfgeist“ Wahlen. Wenn Frauen sachlich bleiben, sind sie medial fad – wenn Männer sachlich bleiben, sind sie staatsmännisch. (mehr …)

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spannend war die enquete „frauen in der politik – mehr frauen in die politik“, die am 7.10. im parlament abgehalten wurde.

an sich war ja geplant, viele themen zu diskutieren:

  • frauen in den parlamenten – ein internationaler vergleich
  • im blick der medien: frauen in der politik – tradierte rollenbilder von frauen in der gesellschaft
  • frauensache politik: strategien für eine angemessene vertretung von frauen in der politik

diskutiert wurde dann aber letztlich vor allem über „die quote“. einerseits ist das schon auch ein bisschen logisch, weil eben „die quote“ sämtliche themen, die angesprochen wurden, beeinflussen würde – trotzdem ein wenig schade, weil „der blick der medien“ oder auch der „internationale vergleich“ schon auch spannende themen gewesen wären…

die standpunkte der einzelnen parteien waren ziemlich klar – wenn auch zum teil überraschend:

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Die Tagesordnung der heutigen Bundesratssitzung:

  • Fragestunde an den Bundeskanzler
  • Bericht des BK und der BM für Frauen an das Parlament zum EU-Arbeitsprogramm
  • Bericht über die gemeinwirtschaftlichen Leistungen des Bundes an ÖBB und Privatbahnen
  • Kulturbericht
  • Sicherheitsbericht
  • Grüner Bericht (Landwirtschaft)
  • Tourismusbericht
  • Bericht des BMWFJ zum EU-Arbeitsprogramm (mehr …)

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im vergleich zum neuen amerikanischen präsidenten lässt sich die neue bundesregierung zeit mit dem neuanfang. seit 2. dezember ist sie im amt – in der gestrigen bundesratssitzung wurden erst mal die kompetenzen der regierungsmitglieder (bundesministeriengesetz) festgelegt. wenn es in dem tempo weitergeht, wird die erneuerung bei uns wohl einige zeit länger dauern als in den usa…

3 gesetze standen gestern auf der tagesordnung:

  • bundesministeriengesetz (zuordnung der kompetenzen der ministerien)
  • zivildienstgesetz (erhöhung der zivildienstgelder für rechtsträger)
  • passgesetz (fingerabdruck im pass)

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interessant, was die fpö als die wahren probleme der frauen bezeichnet. in einer aussendung gegen die, von den grünen geforderte, koppelung der parteienförderung an eine frauenquote, meint die fpö-nrabg berlakowitsch-jenewein „es wäre weit sinnvoller, die grünen frauen würden sich um die wahren probleme von frauen kümmern, wie die unkulturen der zwangsbeschneidung, zwangsehe und ehrenmorde.“

keine frage – das sind große probleme, vor denen ein teil der frauen in österreich steht. dass die grünen im kampf gegen diese probleme sicher nicht untätig sind, ist frau berlakowitsch wahrscheinlich bisher verborgen geblieben. (mehr …)

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Im Mittelpunkt der letzten Bundesratssitzung stand natürlich die Diskussion des neuen Regierungsprogramms. Weiters standen die Dienstrechtsnovelle und das Sozialversicherungs-Änderungsgesetz auf der Tagesordnung. Eine dringliche Anfrage, die wir gemeinsam mit der FPÖ gestellt haben, befasste sich mit den Auswirkungen von Finanz-Spekulationsgeschäften von Gemeinden. Unsere Entschließungsanträge zur Einführung einer Rechnungshof-Kontrolle für kleinere Gemeinden wurde (natürlich) von den Regierungsparteien abgelehnt. Für unseren Entschließungsantrag zur beschleunigten Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Tibet wurde uns von SPÖ- und ÖVP-Seite Unterstützung signalisiert – er soll im Innenausschuss weiter behandelt werden (deshalb vorläufig Rückziehung des Antrages).  Im Detail… (mehr …)

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„90 jahre frauenwahlrecht“ war das motto der heutigen feierlichkeit im landtagssitzungssaal. die eröffnungsrede hielt ein mann…, der landtagspräsident ing. hans penz. und im zuge dieser eröffnungsrede konnte ich endlich erkennen, warum die övp ein so großes problem mit frauenquoten hat! penz weiß nicht, was eine frauenquote ist! (mehr …)

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die neue regierung ist angelobt. in der regierung faymann ist mit 6 von 17 regierungsmitgliedern die frauenquote grade mal genauso hoch wie „unter kanzler gusenbauer“ (zuletzt 8 von 20), nämlich bei 35 % (die zukünftige justizministerin schon eingerechnet, falls sie irgendwann mal mit der bawag fertig ist).

mal ganz zu schweigen von der jeweiligen „wichtigkeit“ der ämter (finanzministerIN oder bundeskanzlerIN hatten wir noch nie) – von einem adäuquaten frauenanteil kann in der regierung keine rede sein.

im regierungsprogramm steht: „die regierungsparteien werden gemeinsam mit den sozialpartnern einen nationalen aktionsplan für gleichstellung erarbeiten, um die erwerbsbeteiligung und die einkommensentwicklung von frauen zu verbessern.“ (übersetzung: wenn ich nicht mehr weiterweiß, dann bild ich einen arbeitskreis). schöner wäre gewesen, wenn schon bei der regierungsbildung ein zeichen gesetzt worden wäre: mehr als 50 % der bevölkerung sind frauen, warum nicht auch 50 % frauen in der regierung?

nachtrag: quoten und vorbilder (mehr …)

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„österreich“ berichtet: „heute steht der prostituiertenmörder von traisen vor dem richter – aus lauter depression getötet“… weiter im text „ermordete xxx im nightclub xxx eine 25jährige rumänische prostituierte“.

ich weiß nicht, wie’s anderen geht, wenn sie das lesen, aber für mich klingt das ein bissl nach „war eh nur eine prostituierte, noch dazu eine rumänische“ – und das macht mich betroffen. wenn eine frau (aus welchen gründen auch immer) ihren lebensunterhalt mit sex verdient bzw. verdienen muss, gebührt ihr dann nicht als mensch trotzdem respekt? (mehr …)

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