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Archive for August 2010

ein spannendes video auf youtube (wer nicht 10 min zeit hat – ca ab 4.30 min wirds krass):

  • im interview lässt sich der vertreter der atomaufsichtsbehörde vom tüv briefen: der tüv prüft besagte schweißnähte  alle paar jahre „nach den neuesten sicherheitsstandards“ – nachfrage ist leider nicht erlaubt…
  • der tüv bescheinigt uraltreaktoren die unbedenklichkeit, obwohl heikle schweißnähte nicht zugänglich und daher auch nicht überprüfbar sind.
  • der tüv süd ist inzwischen eine aktiengesellschaft (die rd 3 mio durch akw-prüfungen verdient)
  • 2/3-eigentümer des tüv süd ist der tüv ev – mitglieder des tüv ev sind eon, vattenfall und enbw, die betreiber der umstrittensten akws in deutschland

soviel zu sicherheitsstandards… – und die akw-sicherheitsrichtlinie der eu lässt solche zustände einfach zu!

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Ich liebe Festivals – 3 Tage in St. Pölten können wie Abenteuerurlaub sein…

Ich mag die Stimmung – ich mag die Leut (auch wenn kaum wer nüchtern ist) – und die Musik sowieso. Zum Spaß haben gehört sicher nicht zu viel Ordnung – und wahrscheinlich würd der Müll auch rumliegen, wenns mehr Mistkübel gäbe. Ein paar Kundenwünsche hätt ich aber trotzdem – als Besucherin und als Mutter von 2 Jungs, die an sich froh ist, dass ihre Söhne auch gern auf Festivals fahren:

  • wenn man/frau auch Mineralwasser in größeren Bechern am Gelände bekäme, müsste man nicht den ganzen Tag über Bier trinken. Die 0,2 l Mineralwässer sind ein Scherz – an heißen Tagen bei einem Rockkonzert. Wer geht schon freiwillig 3 x zum Trangl-holen, wenn er das beim Bier auf 1 x haben kann. Schmeißt du dich vorne in den Wave-breaker bekommst du auch Bier geliefert (Mineralwasser holen musst rausgehen und kommst dann nimmer rein).
  • 2-3 Gummiautomaten am Gelände würden vielleicht so manches verhindern, was möglicherweise in der richtigen Stimmung sonst unangenehme Folgen haben könnte.
  • etwas mehr „Personal“ am Gelände (müssen keine Polizisten sein, auch nicht unbedingt Securities – einfach ein paar mehr, die nüchtern bleiben) könnte dazu beitragen, dass Vergewaltigungen verhindert werden und Alkoholleichen vielleicht schneller gefunden werden. Die Kids sind an sich eh super drauf und richten sich vieles selbst – aber voriges Jahr ist ja doch einiges passiert, was ein paar mehr nüchterne Menschen verhindern hätten können…

Abenteuerurlaub solls auf jeden Fall bleiben. Es soll uns keiner die Freude nehmen, die wir haben, wenn wir nach einer halben Stunde anstellen dann endlich aufs Klo kommen. Und selbst die Latscherei über 2 km „Umleitung“ (vor allem beim Nova-Rock) zum Campingplatz (damit die VIP-Kartenkäufer für ihr Geld auch den Vorteil des „schneller reinkommens“ haben) ist zwar net lässig – aber ok, soll sein. Die Anpassung der Gastro an regionale Bedürfnisse wär natürlich ein Hit – zumindest 1-2 Standln, die den durchschnittsösterreichischem Geschmack entsprechen…klar kann man auch drei Tage lang zache & siasslate Hot Dogs verdrücken… wär halt ein Wunsch ans Christkind. Ahja… und statt der brummbrumm-Sonderfahrzeuge am Gelände wär die Elektro-Variante natürlich schnuckelig – einiges schnuckeliger jedenfalls.

Sonst… alles voll lässig und ich komm auch so wieder :-) – weil 3 Tage Festival ja doch fast so kopfreinigend sind wie 2 Wochen Urlaub auf der einsamen Insel.

liebe Grüße

Eli-K

p.s.: dem Herrn Nova-Rock vielleicht auch noch: ein paar Schilder am Parkplatz könnten dazu beitragen, dass man/frau am Ende des Festivals (bei Nacht und ev. auch Regen) sein Auto wiederfindet. 2 Strommasten als Orientierungshilfe für einen Parkplatz mit ein paar tausend Autos ist schon … heftig – und finanziell drin sein sollte das (würd vielleicht sogar bei der Parkplatzorganisation hilfreich sein und euch was an Ärger ersparen)

p.p.s.: warum auch immer ich davon ausgeh, dass die beiden Herren sind: irgendwas sagt mir, dass sie jedenfalls nicht Mütter von umdie16-jährigen sind…

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Vom Allheilmittel Kernfusion verspricht sich die Österr. Bundesregierung ja die Lösung aller Energieprobleme – ganz risikofrei (weil Kernfusion hat ja nix zu tun mit Kernspaltung).

Diese Einstellung wurde offenbar nie hinterfragt – denn man braucht kein Physikstudium, es genügt heutzutage ja schon ein Blick ins Wikipedia:

Für die Energiegewinnung aus Kernfusion (falls es jemals dazu kommt) wird man Tritium brauchen. Es gibt auf der Erde ca. 3,5 kg Tritium aus natürlicher Produktion, das sich zu 99 % in oberflächennahen Schichten der Ozeane befindet. Das wird sich nicht ausgehen (abgesehen davon, dass sie’s schwer zusammensammeln könnten). In mit Schwerwasser moderierten Reaktoren fällt Tritium in einer Menge von rund 1 kg pro 5 GWa (Gigawattjahre) erzeugter elektrischer Energie als unvermeidliches Nebenprodukt an und kann per Extraktion aus dem Kühlwasser gewonnen werden.

Die Umsetzung von 1 kg Deuterium-Tritium-Gemisch im Kernfusionsreaktor liefert eine thermische Energie von rund 100 Millionen Kilowattstunden (100 Gigawattstunden, GWh) oder 12,3 Mio kg SKE. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad eines Fusionskraftwerkes von 35 % (vergleichbar einem heutigen AKW) ergibt das eine elektrische Energie von 35 GWh. Deutschland benötigte im Jahr 2009 etwa 580 TWh (Terawattstunden) elektrische Energie – d.h. die 35 GWh aus dem kg Deuterium-Tritium-Gemisch ergeben 0,006 % des jährlichen Energiebedarfs Deutschlands. Hopplahopp

Das heißt: ohne Kernspaltung wird das mit der Kernfusion nix – und auch Tritium ist radioaktiv. Und neben der Sonne ist das bekannteste Beispiel für Kernfusion die Wasserstoffbombe.

Die Wissenschaftsministerin sieht das aber anders. Sie betont in Ihrer Anfragebeantwortung zum Fusions-Forschungsreaktor ITER (http://www.parlinkom.gv.at/PG/DE/BR/AB-BR/AB-BR_02553/fname_193400.pdf):  „Einleitend muss ich festhalten, dass sich Österreich gemeinsam mit allen anderen Mitgliedstaaten weiterhin zu diesem internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Sinne einer langfristigen, alle Möglichkeiten sondierenden und global orientierten Zukunftssicherung bekennt.“

Herrliche Zukunftsaussichten! Auch wenn ichs nicht erleben werde – diese „global orientierte Zukunftssicherung“  klingt für mich schwer nach einer gefährlichen Drohung!

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Überraschend schnell ist meine Anfrage zur Kostenexplosion des Kernfusions-Versuchsreaktors ITER eingetroffen. Die Conclusio daraus war leider vorhersehbar: Das Wissenschaftsministerium glaubt

  • an wundersame Geldvermehrung (es kostet zwar das Doppelte – aber wir brauchen dafür nicht mehr Geld)
  • die Lösung aller Energieprobleme durch die Kernfusion

Klingt nach „einfach naiv“.  Aber wenn der Bund und Länder die Energieautarkie ja angeblich in den nächsten 20 oder 30 (oder 50) Jahren anstrebt (oder meinens das gar nicht ernst????)- wozu brauchen wir dann in 100 Jahren noch die Kernfusion? Und wo liegt der Sinn darin, die Mittel für die Kernfusions-Grundlagenforschung nicht zu beschränken, während die Förderungen für Erneuerbare Energien in Österreich ja seit Jahren beschränkt und beschnitten wurden?

Seit 2001 wurden die Kosten für ITER immer wieder gesenkt und erhöht – Der Letztstand lt. Anfragebeantwortung:

Die jüngst „berechneten“ Kostenerhöhungen: der EU-Anteil von 45 % der Baukosten ist von 2,3 Mrd auf 5,7 Mrd explodiert – der Gesamtkostenanteil von geschätzten 7,25 Mrd soll auf 6,6 Mrd (Wunsch ans Christkind?) gekürzt werden. Der Anteil Österreichs liegt bei 2,2 % (was Frau Ministerin nicht eindeutig – sondern durch Verweise auf andere Anfragen beantwortet hat) – d.h. das „Weltprojekt“ ITER kostet Österreich zwischen 145 Mio und 160 Mio Euro. Es gibt KEINE Ausstiegsmöglichkeit aus dem Projekt für die EU oder Österreich.

(mehr …)

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