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Archive for Mai 2009

die einigung zwischen ministerium und schüler- lehrer- elternvertretung im schulstreit hat irgendwie gar nix mehr mit dem zu tun, was die einzelnen „parteien“ ursprünglich wollten.

was mit 2 stunden mehr unterricht (aus budgetären gründen von der ministerin gefordert) angefangen hat – endet jetzt mit 3 von 5 schulautonomen tagen, an denen die „betreuung“ der kinder an der schule aber sicherzustellen ist. und dafür haben ministerin, lehrerInnen, schülerInnen und eltern wochenlang gestritten und sich gegenseitig durch den medialen kaukau gezogen? wem ist jetzt mit dieser lösung geholfen?

keine frage – für berufstätige eltern sind schulfreie tage ein problem – vor allem in pflichtschulzeiten. nur: verklicker mal den kids, dass sie am schulautonomen tag in die schule gehen müssen, weil mama und papa arbeiten müssen – wo doch „alle anderen aus der klasse“ daheim bleiben dürfen… jetzt gibts diese „betreuungslösung“ an drei schulautonomen tagen – das große „ferienbetreuungsproblem“ löst das aber nicht.

im bundesrat kam ein interessanter vorschlag zur „verwendung“ der schulautonomen tage: die lehrerInnen könnten sich an diesen tagen mit der schulentwicklung befassen! in drei tagen könnten so dinge wie fächerübergreifender unterricht und gemeinsame projekte besprochen und entwickelt werden. ein problem des schulalltags ist ja auch, dass viel zu wenig zeit für solche gespräche bleibt – weil sich die lehrerInnen ja vor allem in den pausen sehen, die dafür doch zu kurz sind.

sich mal die zeit zu nehmen – an einer schule gemeinsam drüber zu reden: wo stehen wir, wo wollen wir hin, wie können wir unser angebot verbessern – mit einer solchen lösung hätte der schulstreit für lehrerInnen, eltern uns schülerInnen was gebracht. auch die ministerin hat dazu freundliche nasenlöcher gemacht – aber ihn dann offenbar bei den verhandlungen entweder vergessen oder nicht durchgebracht.

so bleibt ein fauler kompromiss, der wohl niemanden begeistert und niemandem wirklich was bringt.  klar: theoretisch können lehrerInnen sich ja auch so an diesen drei tagen den kopf über die schulentwicklung zerbrechen – wünschenswert wäre es jedenfalls.

aber etwas positives bleibt doch vom schulstreit: schülerInnen haben gelernt, dass politik etwas ist, an dem man sich beteiligen kann…

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felgenreiniger können high machen… das haben wir in den letzten tagen aus den medien gelernt. ihr „verzehr“ ist zwar grauslich aber nicht verboten, war die gestrige meldung des tages. an sich ziemlich bescheuert, wer sich freiwillig solche mittelchen reinzieht und riskiert, deshalb bewusstlos umzufallen – aber wer wusste das schon, bevor die vorgänge in der wiener disco in die schlagzeilen gekommen sind?

vor nicht mal einem jahr kam die sache mit den spice-zigaretten an den tag. dass das zeug benebelt hat sich schnell herumgesprochen – dass es nebenbei auch ziemlich ungesund ist wurde nicht so schnell bekannt. inzwischen ist spice verboten – was machen sie jetzt mit dem felgenreiniger??? (mehr …)

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Wir bekommen neue Pickerl mit neuem VOR-Logo für unsere Öffis!

Jubel darüber – mit welch luxuriösen Angeboten die Niederösterreichische Landesregierung den PendlerInnen den Öffentlichen Verkehr näher bringen will. Offensichtlich ist dem Neo-Landesrat Heuras und dem NÖ-Verkehrsplaner Zibuschka nichts zu peinlich – um es nicht über die NÖN-Landesseiten hinauszuposaunen.
Neue Pickerl für die Züge, die seltener, unkoordinierter, teurer und mit mehr Verspätungen verkehren, werden den PendlerInnen sicher die Wartezeit versüßen.

Aber auch für die Auto-PendlerInnen gibts ein (wahrscheinlich etwas exclusiveres) Zuckerl: Sie können künftig Staus in Echtzeit am Handy abrufen. Und… Trara… es werden dann auch Umstiegsmöglichkeiten und Öffi-Verbindungen angezeigt werden. Keine Frage – eine sinnvolle Geschichte – noch sinnvoller wäre sie, wenn es in Niederösterreich auch überall vernünftige Öffi-Verbindungen gäbe! Eine Auswertung zum (lt. NÖN-Bericht) erfolgreich gelaufenen Probebetrieb wäre jedenfalls interessant (wie oft verwendet – wie viele sind wegen eines rechtzeitig erkannten Staus auf Öffis umgestiegen?). Für die Entwicklung dieses Tools ist der VOR verantwortlich (ich dachte immer, der beschäftigt sich mit dem Öffentlichen Verkehr…)

Einen Wunsch hätte ich noch an den offenbar so technologiefreundlichen Landesrat: Öffi-Verspätungen würd ich auch gern am Handy abrufen können – oder zumindest am Bahnhof mitgeteilt bekommen. Optimal wären noch elektronische Zuganzeigen auf allen Niederösterreichischen Bahnhöfen…

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kleinwindkraftwerke (bis 10 kw) könnten eine größere rolle in der (eigen)energieversorgung spielen. davon bin ich überzeugt (und auch der deutsche bundesverband für windenergie sieht das so). mein vorschlag im örtlichen umweltausschuss, eine kleinwindkraftanlage in korneuburg (mit bürgerbeteiligung) zu errichten, wurde von den mitgliedern (aus allen fraktionen) positiv gesehen.

  • von den kosten her sind sie vergleichbar mit photovoltaikanlagen (und von den ertragsspitzen her eine ziemlich gute ergänzung),
  • von den genehmigungen her (in niederösterreich) erträglich bürokratisch,
  • und sicher noch ein bereich, wo verstärkte nachfrage zu einem verbesserten angebot führen kann

doch der hund liegt im detail – und von heut auf morgen wird die anlage in korneuburg nicht aufgestellt werden können. (mehr …)

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zum 13. mal fand heute die jährliche „gedenkveranstaltung gegen gewalt und rassismus“ im gedenken an die opfer des nationalsozialismus im parlament statt. politik, kirchliche organisationen und opferverbände waren vertreten und die reden der präsidenten (bundespräsident, nationalratspräsidentin & 2. präsident und bundesratspräsident) waren bewegend und nachdenklich stimmend. in der bundespolitik ist das bekenntnis zur mitschuld österreichs an den verbrechen des nationalsozialismus fast durchgängig vorhanden.

umso unvertändlicher ist es daher, dass „im kleinen“ – nämlich auf gemeinde- oder regionaler ebene, nach wie vor über die zeit des nationalsozialismus am liebsten der deckmantel des schweigens gehüllt würde. gruppen, die sich mit dem thema beschäftigen und dazu auch sichtbare zeichen setzen wollen, werden oft von der örtlichen politik mehr behindert denn unterstützt. neutrales gedenken ist offenbar einfacher, als einzelnen menschen zu gedenken.

in korneuburg wurde unser vorstoß, eine gedenktafel an menschen, die in der nazizeit zivilcourage bewiesen haben, umgewandelt in eine neutrale tafel am werftgelände (im gedenken an alle opfer der gewalt). in hadersdorf kämpft eine kleine gruppe schon seit jahren um ein denkmal an „die kremser hasenjagd“ – und das ist sicher nur ein kleiner teil der gedenkens-verweigerung.

umso erfreulicher ist es, wenn projekte, die dieses erinnern und gedenken an einzelschicksale binden, (nach teilweise langem „bearbeiten“) umgesetzt werden. (mehr …)

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der finanzminister ist zum sparen da. das geld ist zum ausgeben da. und nicht umgekehrt.

ein inserat, betitelt als „konjunkturprogramm für österreichs printmedien“, finanziert vom finanzministerium. aber was will es uns sagen?

  • glaubt der minister, dass wir in den zeitungen nur die inserate lesen und nicht die nachrichten (ab und zu wurde ja heuer schon über die steuerreform berichtet…)? –
  • soll das inserat vorbildwirkung für unsere verwendung der neuen millionen in den geldbörseln sein (klotzen statt kleckern)? und wie viel können wir ausgeben, wenn wir uns den finanzminister sparen (dazu ist er ja da)?
  • oder sind irgendwo wahlen???? ;-)

nicht uninteressant – die auf der extra dazu eingerichteten homepage verlautbarten zahlen „wohin fließt ihr steuer-euro“ . (mehr …)

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