… die wie selbstverständlich in ihrem Bereich die Welt ein bisschen besser machen :-)
Als frischgebackenes Mitglied durfte ich am 5. November auch der jährlichen Verleihung des Sonne und Freiheit – Preises beiwohnen
Sie hätten sich ja Fanfaren verdient, die beiden PreisträgerInnen, aber die herzliche Feier im kleinen Kreis hat letztlich perfekt gepasst.
Frau Denk organisiert seit 2005 an der Volksschule Rainbach Tschechischkurse und kümmert sich persönlich beispielhaft um die teilnehmenden Kinder. Trotz gesundheitsbedingter Beeinträchtigung konnte sie diese auch durch Sponsoring sicherstellen. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wenn Europa funktionieren soll, das Lernen der Sprache der Nachbarn, steht bei Frau Denk an oberster Stelle sein. „Das Kennenlernen des Nachbarlandes auch durch die Sprache ist gerade in einer Situation wichtig, wo unter anderem durch das AKW Temelín die Atmosphäre in der Grenzregion getrübt ist”, so Rosemarie Denk.
Frau Šandová aus der unweit gelegenen südböhmischen Stadt Kaplice versucht seit Jahren, ökologisch nachhaltig zu leben, beteiligt sich als Aktivistin der NGO “Duha” bei verschiedenen Behördenverfahren und Demonstrationen, unter anderem gegen das AKW Temelín und die Zerstörung des Nationalparks Böhmerwald. Außerdem organiserte sie Exkursionen mit Schulkindern zu österreichischen Vorzeigeprojekten im Bereich Energie und Abfall und engagierte sich weit über das in ihrem Lande übliche Maß hinaus für öffentliche Angelegenheiten, was nicht selten unbedankt bleibt und auch kritisiert wird.
Eine treffende Bemerkung von Frau Denk brachte die geniale Einstellung der beiden Preisträgerinnen gut auf den Punkt: Ich hab mir gedacht, das fehlt, also hab ich‘s gemacht!