kleinwindkraftwerke (bis 10 kw) könnten eine größere rolle in der (eigen)energieversorgung spielen. davon bin ich überzeugt (und auch der deutsche bundesverband für windenergie sieht das so). mein vorschlag im örtlichen umweltausschuss, eine kleinwindkraftanlage in korneuburg (mit bürgerbeteiligung) zu errichten, wurde von den mitgliedern (aus allen fraktionen) positiv gesehen.
- von den kosten her sind sie vergleichbar mit photovoltaikanlagen (und von den ertragsspitzen her eine ziemlich gute ergänzung),
- von den genehmigungen her (in niederösterreich) erträglich bürokratisch,
- und sicher noch ein bereich, wo verstärkte nachfrage zu einem verbesserten angebot führen kann
doch der hund liegt im detail – und von heut auf morgen wird die anlage in korneuburg nicht aufgestellt werden können. derzeit ist die installation einer kleinwindkraftanlage in österreich noch eine „pionierleistung“ (wenn jemand eine hat und diesen beitrag liest – würde mich freuen, wenn er/sie sich kurz meldet bei mir und mir seine/ihre erfahrungen mitteilt). eine solche aktion mit bürgerbeteiligung muss doch „sitzen“ und gut geplant werden, damit sie nicht schiefgeht und damit dem ruf der erneuerbaren energien und speziell der windkraft mehr schadet als nutzt.
um das „werk zum laufen zu bringen“ und ein minimum an „konsumentensicherheit“ zu gewährleisten, müssten in österreich doch noch einige voraussetzungen geschaffen werden. vor allem geht es darum,
- die derzeit noch unterschiedlichsten angebote zu „normieren“, sodass einerseits diese angebote vergleichbar und andererseits auch die angegebenen daten (z.b. leistung) korrekt nachvollziehbar sind. deutschland strebt deshalb derzeit ein kleinwindkraftanlagen-zertifikat an.
- die derzeit gültigen einspeisetarife für kleinwindkraft neu zu definieren – denn die kosten für eine kwh liegen derzeit knapp unter denen von photovoltaikanlagen, die einspeisetarife aber gleichauf mit der (klarerweise effizienteren) großwindkraft (die ja schon eine zeitlang sogar unterhalb des marktpreises lagen)
in zeiten wie diesen, wo fast jede/r politikerIn versichert, klimaschutz und energieprobleme ernst zu nehmen, sollte es wohl doch möglich sein, auch dieser technologie einen „anschubbser“ zu geben – um ihre markteinführung zu beschleunigen (und die pioniere dabei zu unterstützen, den „spreu vom weizen“ zu trennen.
wie ernst die entscheidenden politiker (umwelt- und wirtschaftsminister) in österreich ihr bekenntnis zu klimaschutz, neuen technologien und erneuerbaren energien nehmen, wird sich zeigen, wenn ich eine antwort auf meine anfragen bekomme….
österreich hat sich ja in den vergangenen jahren mit der förderung erneuerbarer energien kein ruhmesblatt verdient. von anfänglichen unterschiedlichen landesgesetzen und genehmigungshürden – zu jetzt im europäischen vergleich noch immer zu niedrigen einspeisetarifen (deshalb bauen ja auch die meisten österreichischen betreiber ihre anlagen lieber im ausland und wir importieren dafür atomstrom).
aber die hoffnung stirbt zuletzt – die hoffnung darauf, dass auch unsere regierung sich irgendwann mal dessen bewusst wird, dass auch die erneuerbare energie ein wirtschaftszweig ist, der wachsen und arbeitsplätze schaffen kann, wenn er endlich mal einen schubbs von der politik bekommt! und dass diejenigen von neuen technologien am meisten profitieren, die sich möglichst früh engagieren. wer zu spät auf den zug aufspringen will, wird ihn möglicherweise ganz verpassen!
Hallo!
Habe gerade Ihre Seite entdeckt und über die Windkraft gelesen. Ich möchte, allen Pioniergeist zum Trotze mir ein Windrad auf das Dach montieren. Derzeit messe ich seit Anfang April den Wind und dessen Richtung und möchte im Herbst am liebsten zwei verschiedene Windräder montieren, ein klassisches mit 3 Flügeln (Flip 500) und eines der neueren Art (Enflo7100). Ich erwarte mir davon nicht die Welt bei der Erzeugung von Strom, aber ich möchte damit zeigen, dass man damit zumindest gewisse Teile seiner verbrauchten Energie daraus selbst erzeugen kann. Habe selbst seit 2 Jahren eine Solaranlage und betreibe seit vorigen November eine 5kWp Photovoltaikanlage.
MfG
DSB Andrea Michelle Habitzl (Dipl. Sozialbetreuerin BB)
Erwachsenenbildnerin, Lernassistenz
Hospiz – Trauerbegleitung
0664/4869479
michelle.habitzl@utanet.at
wow! das find ich super!!! und ja – windmessung ist wichtig! bis herbst gibts ja vielleicht auch schon genauere daten aus deutschland. auch wenns nicht ums geld geht bei der sache, ist es sicher gscheit, bei der auswahl der windräder etwas technische unterstützung zu bekommen… würd ich mir gern mal anschauen, wenn die dinger stehen!
hochachtungsvoll ;-) elisabeth kerschbaum
p.s.: soll ich nicht vielleicht doch ihren namen & tel rausnehmen…?