Mit einer Pressekonferenz zum Thema „Die grüne Autorevolution ist nicht zu stoppen, die Zukunft fährt elektrisch“ stellte gestern der Klima- und Energiefonds auch eine Studie „Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf die Stromwirtschaft“ vor. Fazit: Eine Umstellung von 20 % der KFZ auf elektrischen Antrieb würde lediglich 2 % mehr Stromverbrauch verursachen!
Erfreulich, dass der Klimafonds auf Elektromobilität setzt – Wenn die Regierung nun auch endlich Anreize zum Umstieg auf Elektroautos schaffen würde (z.B. statt einer lächerlichen Verschrottungsprämie) wäre es noch besser.
(foto folgt – sobald wordpress wieder funktioniert ;-)
Nur 3 Elektroautomodelle sind europaweit derzeit erhältlich – eines davon – den Think – durften wir gestern probesitzen. Doris Holler-Bruckner und meinereine haben die Gelegenheit genutzt (danke Michael Sigmund fürs knippsen ;-)… Super – leider ist er nur ein Zweisitzer…
In Österreich gibt es zahlreiche kleine Projekte im Bereich Umbau, aber auch Leichtbau-Elektrofahrzeuge. Wissen bündeln – und Unterstützung für diese Branche wären angesagt. Die Aktion des Klimafonds ist ein erster Schritt in die richtige Richtung – jetzt wäre es aber an der Zeit, endlich mal den Laufschritt einzulegen!

Elektrofahrzeuge werden schon lange gefordert und auch gebaut, siehe den Tesla, aber das Nadelöhr daran ist hauptsächlich die Akkuleistung und der „Tankvorgang“, der Stunden dauert. Seit ein paar Tagen schwirren im Netz allerdings Meldungen durch die Welt, dass es angeblich eine neue Art von Akkus gibt, die binnen Minuten aufzuladen sind – man darf also gespannt sein. Worauf ich allerdings schon gespannt bin, ist die Reaktion der Politiker, wenn sich die Unfälle mit Fussgängern dann häufen, weil sie das Auto nicht kommen hörten ;-)
lieber andy,
jaja, der tesla ist schon schön – aber halt nicht für jeden leistbar :-). aber schon jetzt kann man elektroautos mit vernünftiger reichweite und tempo bauen, die leistbar sind. nur braucht man für eine serienfertigung das entsprechende kapital.
wegen der unfälle mit fußgängern… sicher ein problem, das man nicht außer acht lassen darf. an sich wären autofahrerInnen ja dazu verpflichtet, „auf sicht“ zu fahren – um notfalls rechtzeitig bremsen zu können (insbesondere bei kindern gilt ja doch der grundsatz, dass man mit allem rechnen muss). elektroautofahrerInnen werden sich dessen sicher bewusst sein – und notfalls könnens den radio so laut aufdrehen, dass man sie trotzdem noch hört :-).
nebenbei: lärm (insbes. verkehrslärm) stellt für viele menschen nicht nur eine belästigung, sondern auch eine gesundheitliche belastung dar – siehe auch die lärmkarten-geschichte, 1 mio österreicherInnen sind über die grenzwerte mit lärm belastet. insofern würde ich doch im fehlenden lärm der elektrofahrzeuge eher ein plus als ein minus sehen…
Zum Thema Lärm bin ich ein bissl skeptisch, vor allem wenns um derartige Karten geht, als Beispiel: Ich als Wiener habe gegenüber einer gerüstbaufirma gewohnt, die regelmässig um 6 Uhr früh die Metallstangen aus dem ersten Stock auf den LKW darunter geworfen haben. Eine Freundin aus OÖ hat ein paar Tage bei mir gewohnt und ist augenblicklich im Bett aufrecht gesessen, während ich davon noch nichtmal Notiz genommen habe. Umgekehrt habe ich dann bei ihr gewohnt und bin wegen der Stille ständig aufgewacht, wenn sich auch nur ein Uhu gemeldet hat. Das ist für Beweis genug, dass derlei Dinge besser subjektiv zu sehen sind und nicht durch Messgeräte.
Zu den Elektroautos:
Wenn die eines Tages im Einsatz sind, werden sich die Grünen dann dafür einsetzen, die unsäglichen „lufthunderter“ wieder zu entfernen? Und wie reagieren sie auf den E-Ruf, einen Porsche mit knapp 270PS Elektroantrieb?
lieber andy,
hmmm… jaja… persönliche erfahrungen ;-) wie lang hast du denn bei deiner freundin gewohnt?
dass lärm eine gefahr für die gesundheit darstellt ist ziemlich genau untersucht worden (vom nervösen herumzappeln bis zum herzinfarkt). klar gewöhnt man sich dran – hab auch freunde, die direkt neben der schnellbahn wohnen und die bahn gar nicht mehr hören – während es dich als besucher regelmäßig aus den schlapfen hebt. es braucht eine zeit, bis man wieder „runter kommt“ – das merk ich bei mir selbst auch – grad im urlaub.
zum lufthunderter:
da red ma drüber, wenn wir die 10-20 % elektrofahrzeuge haben ;-) – derzeit ist das ja noch nicht wirklich aktuell. könnt mir vorstellen, dass es in einer übergangsphase (wenn die feinstaubbelastung trotzdem noch zu hoch ist, weil z.b. die verkehrszahlen im selben ausmaß steigen wie die e-auto-zahlen, womits keine reduktion der diesel-fahrzeuge gibt) auch ausnahmen für e-autos geben könnte – warum auch nicht?
zum porsche:
freaks wird es immer geben, die sich sowas leisten wollen. und wie man beim tesla sieht, ist das vielleicht auch der weg, das „normale“ elektroauto auf den markt zu bekommen, weil solche häppchen halt schon „sexy“ sind, die leut ansprechen und zum nachdenken anregen. ein 270 ps elektroantrieb ist mir noch immer lieber als ein hummer oder porsche, der mit super fährt. in einen elektro-porsche würd ich notfalls sogar einsteigen ;-)
Oje, der Feinstaub…… Ich glaube, dazu schreibe ich mal einen eigenen Artikel in meinem Blog.
Vielleicht interesessierts Dich ja: http://www.tv1.at/view/3821/opel-ampera-concept. Nachdem jetzt dauernd diskutiert wird, ob man Opel retten soll oder nicht, wäre es doch eine gute Möglichkeit, die Autofirmen genau jetzt mit der möglichen Finanzspritze unter Druck zu setzen. So nach dem Motto: Wir helfen euch, aber nur, wenn ihr eure ganze Energie dazu benutzt, leistungsfähige und auch leistbare E-Autos zu bauen…..
:-) mach das – dann kommentier ich *g*
also der opel ampera schaut mir eher nach so einem wischi-waschi-ding aus. 60 km elektrisch, dann kommt der „kleine“ benzinmotor (d.h. du zahlst auch für 2 motoren)…
das mit finanzspritzen und autofirmen unter druck setzen wär schon ok (besser als finanzspritzen ohne irgendwelche auflagen) – aber in wirklichkeit sollten die doch sowieso auch ein bissl auf die bedürfnisse des marktes schaun, oder? und neben den bedürfnissen nach „aufreißerautos“ und „bequemkutschen“ gibts auch die bedürfnisse nach elektroautos… aber halt richtige – und da dürft die europäische autoindustrie einfach viel verschlafen haben…
Hab grade einen Link entdeckt, wonach der E-Ruf sogar 362PS haben soll: http://www.speedfanshop.com/blog/sportwagen/eruf-greenster-gruener-elektro-porsche-geht-in-kleinserie/
Das ist dann eben Aufreisserwagen und E-Auto in einem ;-)
ad Bedürfnisse des Marktes:
Ich habe das alles noch in der Ölkrise miterlebt, Stichwort „Autofreier Tag“, da gabs zum erstenmal grosse Forderungen nach Elektroautos, schlicht und einfach aus dem Gefühl heraus, dass man nicht abhängig sein wollte (Grüne gabs damals noch nicht) und die sogenannten Fachleute aus der Kristallkugel errechneten, dass das Erdöl sowieso in den nächsten 20 Jahren versiegt. Wieder so ein Beispiel für die Treffsicherheit sogenannter Experten….
Das mit den Elektroautos wurde auch tatsächlich versucht, Mercedes, Volkswagen etc. bauten E-Autos, die Technik war aber erstens zu gross, schwer und ineffizient, und noch dazu unleistbar und unptaktikabel. Die OPEC hat daraufhin die Preise wieder gesenkt und de Pläne waren vom Tisch. Mittlerweile haben die Handies dafür gesorgt, dass die Akkutechnik leistbar wurde – das nur so am Rande.
Jetzt wiederholt sich die Geschichte zwar nicht wirklich (niemand geht heute mehr vom Versiegen des Öls aus), aber die Situation ist ähnlich: Der Konsument will einfach nicht mehr die Melkkuh der Nation sein und den Arabern und dem Staat das Geld nachwerfen, bloss weil seine Arbeitsstelle zu weit weg ist, um zu Fuss gehen. Öffis kannst ausserhalb der Grossstädte sowieso vergessen. Was jetzt aber im Gegensatz zur Ölkrise dazukommt, ist die drohende Pleite der Autokonzerne, aus rein finanzieller Natur, und genau da würde ich ansetzen, bevor auch diese Chance wieder vorbei ist!
Nachtrag (ich hätts gleich bloggen sollen):
Die Politik hats verschlafen, aus rein geschäftlichen Gründen, denn wieso kostet Diesel mehr als Heizöl? Ist absolut das gleiche Produkt, nur aus steuerlichen Gründen verschieden gefärbt. Wie soll sie das bei Strom machen? Dem Staat, der ja mehr als die Hälfte des Spritpreises kassiert, würden enorme Kosten erwachsen, denn wie willst du verhindern, dass ich mein Auto nicht per Nachtstrom auflade statt an der ÖMV?
ich mag männer, die kein auto brauchen, zum aufreißen ;-)
und was die elektroauto-geschichte angeht – bin ich trotz allem optimistisch. gibt schon so viele leut, die wirklich eins wollen! und wenn sich mal an einem think (oder was ähnlichem) zeigt, dass das wirklich gut funktioniert und es sich auch reinzuinvestieren lohnt… dann rennt die gschicht (hab heut einen optimistischen tag *g+)
im übrigen glaub ich schon, dass das öl ausgehen wird – früher oder später wirds erst mal unleistbar und irgendwann is es weg. ob ichs noch erleb, ist eine andere frage – aber nach mir kommt ja nicht die sintflut… bis dahin sollten wir ausreichend alternativen haben…
[...] durch eine sehr nette Diskussion mit Eli Kerschbaum möchte ich mal ein paar Dinge in den Raum werfen Ich bin in Wien (Nähe Raimundtheater) [...]
@ nachtstrom und steuerentgang…
also ich will sogar hoffen, dass die elektroautos zuhause nachtstrom tanken. nachtstrom ist ja deshalb billig, weil in der nacht weniger verbraucht wird (kein teurer spitzenstrom). optimal wär natürlich die kombination mit pv-anlage am besten gleich am garagendacht ;-)
in der studie des klimafonds ist sogar die rede davon, dass „autotanks“ dann als speichermöglichkeit verwendet werden können (wer untertags ins netz zurückspeist und nachts auflädt würd aufgrund der strompreisunterschiede gewinnen). ist alles ein bissl kompliziert – aber dieser nebeneffekt ist sogar erwünscht.
@ der einnahmenrückgang bei der möst… also dazu müsste man eine wissenschaftliche studie machen lassen (wobei einige „unbekannte“ das erschweren), die berücksichtigt, dass:
- durch den diesel/benzin-kfz-verkehr und die abgase auch kosten verursacht werden (zum thema feinstaub wolltest du ja eine eigene diskussion eröffnen :-). gesundheitsschädigungen durch kfz-verkehr gibts allerdings schon einige studien… und die häuser am gürtel zeigen dir auch, dass der dreck aus dem auspuff kosten für die allgemeinheit verursacht.
- volkswirtschaftlich gesehen wärs jedenfalls ein gewinn, wenn du weniger (importiertes) rohöl und mehr (selbst produzierten, erneuerbaren) strom einsetzt.
- entwicklung der rohölpreise ist derzeit kaffeesudleserei, dass die förderung (ölsande etc.) künftig teurer wird, ist aber unumstritten.
- nicht zuletzt: e-mobilität wäre eine optimale möglichkeit zur kombination individualverkehr mit öffentlichem verkehr (weil du dir dann vielleicht eher überlegst, ob du nach vorarlberg wirklich zu 100 % mit dem auto fahren musst – optimal wären dann angebote mit carsharing etc.) vekehrszahlen im öffentlichen verkehr zu steigern wär (finanzpolitisch gesehen) wohl auch eher ein plus (effizienzsteigerung).
im prinzip zeigt sich das „problem“ der möst ja schon beim thema tanktourismus. bei der präsentation von klimabilanzen würde österreich den tanktourismus immer gern rausrechnen – wegen der möst-einnahmen will der finanzminister aber nicht drauf verzichten. ist aber eine milchmädchenrechnung – denn die klima-strafzahlungen kommen bestimmt (und mit steuerdumping innerhalb der eu kommen wir sowieso nicht weiter).
@ heizöl: da müsste sowieso rasch was passieren. heizen mit öl ist irgendwie pervers – weil wärmebedarf viel besser durch sonnenenergie, abwärme (fernwärme) und ev. noch biomasse/wärmepumpen gedeckt werden kann. ganz zu schweigen von der effizienzsteigerung (gebäudesanierung). aber die 100 mio euro für eine gebäudesanierungsoffensive kann der herr finanzminister ja jetzt blöderweise nicht zusammenkratzen…
Ich sehe hier und jetzt leider noch nicht das Elektorauto für jedermann. Nicht, weil’s nicht geht, sondern weil die Industrie schläft und nix Vernünftiges anzubieten hat. Sollte sich ändern, rasch!
Aber bei den Mopeds könnte man sofort was machen: Gestern ist wieder eins nach der Winterpause an mir vorbeigeknattert und da es wieder Frühling wird, ist vermehrt mit diesen Stinkern zu rechnen. Dabei gibt es doch jede Menge e-Roller Angebote. Ich finde, da ist die Zeit reif, dass man gesetztlich „nachlegt“ und die zulässigen Abgaswerte für Mopeds per sofort in die Höhe schraubt.
Eli, mach’ was!
Da gibt es noch einen zusätzlichen negativen Erziehungseffekt, den man schnell wegbekommen sollte: Als Jugendlicher am Land (nicht unbedingt in Korneuburg Stadt, aber gleich dahinter ;-) zählst du jeden Tag, bis zum Moped-Geburtstag, Deinem Einstieg in die Mobiltiät = Freiheit! (ich spreche aus Erfahrung). Und dann – die Oma hat gelöhnt zum 15. Geburtstag, alles super, kaufst Du Dir Dein erstes Kfz: Das stinkendste, umweltfeindlichste, nicht-nachhaltigste Fahrzeug, das am Markt legal zu bekommen ist. Brrrrrrrrr! Was für ein negativer Erziehungseffekt!
Sg Frau Kerschbaum
Wie ich erwartet habe, sind sie Mitglied im Club „wir fahren in Zukunft alle elektrisch“. Wie sie ja vielleicht wissen , gibt es bis heute KEIN EINZIGES „alltagstaugliches“ Stromauto. Das Gerede „jetzt kommt der SuperAKKU“ kann ich schon nicht mehr hören, das wird seit fast 20 Jahren gesagt ohne das je das Wunder passierte.
Ich fahre einen Opel Zafira Erdgas mit 7 Sitzen und Unterflurtanks. Das Mehrgewicht wegen des Gasantriebs macht ca. 60kg aus, ohne das die Nutzung des Autos darunter leidet. Im Gegensatz dazu wiegt die TESLA Batterie die Hälfte des Autogewichts, das ist ja eine (schöne) Batterie mit Rädern!
Und nun zu „20% der Autos mit Strom fahren und nur 2% mehr Strom brauchen“. Wir haben fast 6 Mio KFZ in Österreich, davon 20% sind 1,2 Mio. Je KFZ fahren wir sagen wir 15.000km im Jahr und brauchen den offiziellen Tesla Wert von 1,14km/MJ = 0,877MJ je KM.
1.200.000 x 15.000 x 0,877 = 1,5786 MJ hoch 10 = (/3,6 = 4.385.000.000 kWh oder auch 4.385 GWh = ca. 9% mehr Stromverbrauch (wo kommt der eigentlich her??)
Zu guter letzt: Alle die auf das Stromauto warten kaufen weiterhin Diesel/Benzin Autos und tun der fossilen Wirtschaft einen Megagefallen. Nur Erdgas KFZ sind aktuell ein eine echte Alternative die dann ja auch mit Biogas gefahren werden können.
Es ist in den letzten 3 Jahren kein einziges Mal ein „grüner“ Politiker in Margarethen bei der Biogasanlage/Tankstelle gewesen, ich denke das spiegelt ganz gut die GRÜNE Mentalität wider.
Grüße
Harald Bala
PS: hoffentlich habe ich keine Rechenfehler..
ahoi bobo ;-)
hab gerade den tipp bekommen, dass es den think jetzt auch viersitzig gibt… http://www.think.no/think/Press-Pictures/Picture-gallery/Photos/TH!NK-Ox/Think-Ox-5
wegen der e-mopeds… in gänserndorf leisten sie sich eine förderung dafür – und die kommt meines wissens gut an. in koburg haben wir derzeit ja budget-sperre (tja…) – ich denk, dass mit förderung am meisten weitergehen würd. und vor allem auch mit „vorbildern“ – es muss einfach cool werden.
wegen der abgaswerte – tja.. da gabs meines wissens schon einige vorstöße von der gabi moser… das prob is – da gehts auf europäische ebene – könntest nur in verbindung mit fahrverboten zb an feinstaubtagen machen…
s.g. herr bala,
ich rechne’s jetzt nicht nach ;-)
1. wird der tesla nicht das standard-elektroauto werden (ist ja auch der porsche nicht der standard-benziner). verbrauch von standard-elektroautos: 20-30 kwh auf 100 km – das wären bei 15.000 km im jahr 3.750 kwh / jahr.
20 % von 4,2 mio pkw = 840.000 – also sagen wir 1 mio kfz – also 3750 gwh – da liegen wir nicht so weit auseinander.
wenn sie sich aber die (im ursprungsbeitrag verlinkte) studie anschauen, brauchen wir deshalb nicht im gleichen ausmaß mehr strom zu importieren bzw. zu produzieren, weil der tankvorgang (daheim an der steckdose) ja meist dann passieren wird, wenn der strom billiger ist (weil weniger verbrauch und keine spitzen). die autos können also sozusagen als „speichermedium“ dienen, was die elektrizitätswirtschaft sogar erleichtern würde. (ganz zu schweigen von den möglichkeiten in verbindung mit pv).
im vergleich zu benzin/diesel und auch gas hat elektro den vorteil, dass nicht 60 % der energie als abwärme in die luft geht – d.h. selbst wenn der strom kalorisch mit gas oder öl produziert wird, können die 60 % (bzw. ein teil davon) als fernwärme die „energiebilanz“ verbessern.
gas als antrieb für pkw… ja sicher, besser als benzin/diesel, aber insofern (siehe oben) eben nicht das non plus ultra. selbst wenns biogas ist – wärs besser eingesetzt, wenns verstromt wird und die abwärme genutzt.
und schon gar nicht würd ich das eine gegen das andere ausspielen wollen (was grad im bereich der erneuerbaren energie oft genug passiert). gemeinsames ziel sollte ja eigentlich sein, weg von den fossilen brennstoffen zu kommen (durch effizienz und erneuerbare)
ist schon super, wenn sie einen gas-pkw fahren! was veranlasst sie dazu, deshalb die elektromobilität ins reich der märchen zu verweisen? von wegen „es gibt kein alltagstaugliches“ – ich kenne ein paar menschen, die seit jahren mit elektroautos und alternativ mit der bahn unterwegs sind – doch, es geht! 100 km reichweite reichen an sich, wenn man gewillt ist, sein mobilitätsverhalten ev. auch mal ein bissl zu überdenken.
für autobusse wird gas möglicherweise eher geeignet sein (auch wegen der tankstellen, die nun mal relativ teuer aufzustellen sind und daher noch einige zeit brauchen werden, bis sie flächendeckend vorhanden sind.
meiner meinung nach wirds immer wichtiger werden, auch die erneuerbaren energieträger optimal einzusetzen (denn auch bei der biomasse gibts ja beschränkte produktionskapazitäten). man wird ja auch nicht mit photovoltaik warmes wasser erzeugen, wenns viel logischer mit warmwassersolar geht…
@ grüne politikerInnen bei der biogas-tankstelle in margarethen… ich kenn den terminkalender meiner kollegInnen nicht – mich hat noch niemand dort hin eingeladen ;-)
Sg Frau Kerschbaum
Wenns nur an einer Einladung liegt, die können sie gerne haben! Kommen sie (alleine, oder mit wem immer es gefällt), wir zeigen ihnen unsere Anlage gerne!
Fahren sie eigentlich ein E-Auto? Wenn NEIN warum nicht?
Ich möchte doch nur darauf hinweisen, dass wir von einer Technologie reden, die seit 20 Jahren leider nicht wirklich weiter gekommen ist.
Kennen sie die Stromverbrauchsdaten Österreichs?
Wir sind jetzt schon ein Stromimportland, da einem stetig wachsendem Strombedarf (2-4% Steigerug /a) eine gleichbleibende Erzeugung gegenübersteht.
Wenn wir nun mit Strom fahren wird unser Produktionsdefizit nicht besser. Mit welchem Strom fährt ihr E-Auto im Winter? Sicher nicht mit Wasserkraftstrom…
Ich habe seit 10 Jahren eine PV-Anlage und produziere mir 50% meines Strombedarfs selbst, würde ich mit dem Strom Auto-fahren, dann fehlt er mir zu Hause.
E-Mobilität ist kein Märchen, es ist aber auch noch keine Realität!
Ich freue mich auf einen Besuch!
Grüße
Harald Bala
Sehr geehrter Herr Bala,
die Einladung nehm ich doch gern an… vielleicht können Sie mir eine Telefonnummer mailen (elisabeth.kerschbaum@gruene.at), dann machen wir uns einen Termin aus und können auch gern noch weiter drüber diskutieren…
(Ich hab glaub ich schon erwähnt, dass ich einen Benziner fahr, allerdings einen, der nur 5l auf 100 km braucht). Und ja, ich will auf ein E-Auto umsteigen. Stimmt, Österreich importiert Strom (und nicht zu wenig) – beim Gas schauts aber nicht viel anders aus…
Wie gesagt – ich fände es schade, wenn sich erneuerbare gegen erneuerbare matchen… viel wichtiger wäre es doch, wenn die erneuerbaren in Österreich auch wieder mal eine Chance bekämen. Unsere großen Energieversorger (Verbund, EVN…) bauen ihre Erneuerbaren-Projekte im Ausland, weil Österreich in dem Bereich leider mit unattraktiven Bedingungen glänzt (Ökostromgesetz). Es gäbe also genug gründe, um sich gemeinsam für eine neue Energiepolitik einzusetzen!
Ich seh im Biogas noch ein großes Potential (wenn auch vielleicht nicht gerade in der Mobilität :-) – gerade im ländlichen Raum, wo nach wie vor Tonnen von Gülle unbearbeitet auf die Felder verteilt werden…
liebe Grüße
Elisabeth Kerschbaum
Liebe Grüsse:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,620361,00.html
Hallo Andy und Elisabeth
Der Spiegel Beitrag bestätigt nur was ich ebenfalls versucht habe zu vermitteln: „Die E-Mobilität ist keine Lösung, solange wir die dafür benötigte Energie fossil (oder atomar) bereitstellen“
Das oft zitierte Beispiel: “ Ich mache mir mittels PV den Strom selbst zum Autofahren“ ist sehr plakativ und dann auch noch falsch. Hier wird ignoriert, dass die Solareinstrahlung im Winter KEINE E-Mobilität zuließe, zusätzlich verschweigt man, dass Österreich ein Stromimortland ist, und wir daher schon OHNE E-Mobilität Strom aus Atom- Kohle- Gas- kraftwerken im steigenden Ausmaß in Österreich anwenden.
Grüße
Harald Bala
lieber andy,
ja – man findet für jede aussage irgend einen experten…
mein ansatz: es gibt eine gewisse menge energie, die in verschiedenen formen vorhanden ist (wasser, wind und pv gleich in elektrischer form, div. fossile brennstoffe und biomasse als „brennstoffe“, die erst in elektrizität umgesetzt werden müssen)
dort, wo ich wärme brauche/nutzen kann, sind brennstoffe optimal (und erneuerbare natürlich besser als fossile). bei der mobilität brauch ich an sich nur den strom – produziere ihn vor ort im kfz – und blas 2/3 der energie beim auspuff raus.
dass im bereich der gewinnung von erneuerbaren zu wenig getan wird ist sowieso keine frage. trotzdem ist der vergleich (kohlestrombetriebenes elektrofahrzeug in china vs gasbetriebenes kfz bei uns) hatschert – sorry…
lieber harald bala,
genau – österreich ist ein stromimportland. aber österreich tut auch viel zu wenig, um da weg zu kommen! biomasse ist ein bereich (aber siehe oben) wo noch viel zu tun wäre (merkt man gerade jetzt, wenn die gülle wieder massenhaft direkt auf die felder ausgebracht wird und vor sich hinstinkt). wie ineffizient unser ökostromgesetz ist, zeigt die übersicht über das noch kontrahierbare einspeisevolumen von der ömag (http://www.oem-ag.at/static/cms/sites/oem-ag.at/media/downloads/cont/Kontingent_tagesaktuelles_Einspeisetarifvolumen_in_EUR.xls)
und auch die effizienz (wohnraumsanierung gleichbleibend in den letzten jahren – trotz großem blabla der regierung).
nur: ich (bzw. die grünen) haben hier eben andere ansätze! es ist eine frage der prioritätensetzung – und meiner meinung nach auch eine sehr wirtschaftspolitische frage, ob ich viel energie (und geld) jetzt in erneuerbare und neue technologien stecke (um später auch vorne mitspielen zu können) – oder ob ich weiterwurschtel wie bisher und vielleicht ab und zu mal ein projekterl unterstütze…
und vielleicht noch ein kurzer anhang:
china (und meines wissens vor allem japan) fördern die elektromobilität vor allem auch deshalb, weil die schadstoffbelastung (auspuff) in den ballungsräumen zum problem wird. und schadstoffe rausfiltern ist nun mal einfacher/effektiver zu bewerkstelligen, wenn ich das an einem „zentralen punkt“ erledige (sprich im kraftwerk und nicht beim auspuff).
und zum thema exergie/anergie (welche energie setz ich für was ein): ich finds auch gscheiter, wenn abwärme von einem biomassekraftwerk genutzt wird – als wenn jeder zuhause sein oferl hinstellt…. – isn’t it? d.h. die passende energieform für den jeweiligen zweck… könnte einen großen teil der effizienzmaßnahmen darstellen.
lg
eli
Sg Frau Kerschbaum
Quizfrage beim Millionenrad: „China baut mehr Kohlekraftwerke oder mehr Windräder ?“
Ist es besser die Luft am Land zu versauen und dafür in der Stadt so zu tun als ob man emissionsfrei ist?
Das wäre übrigens ein guter Zeitpunkt für einen Anruf (bei mir)..
Grüße
Harald Bala
hab vergessen den link einzufügen
http://www.nadeshda.org/foren/cl.politik.umwelt/p5923s5936a20.html
Grüße
HB
Du immer mit deiner Biomasse…..
Hier in Wels wird schon annähernd die halbe Stadt mit Fernwärme beheizt, die aus der Müllverbrennung kommt. Es wird auch verstärkt auf Solarthermie gesetzt, Es gibt genug Möglichkeiten, Wärme zu erzeugen, auch ohne Agrarflächen zu missbrauchen.
Mit dem Strom sieht das schon weit schlechter aus. Das liegt aber auch daran, dass plötzlich alles auf einmal erfunden werden soll. Bedenke, die ersten Autos sind mit Treibstoff aus der Apotheke gefahren und hatten auch keine sonderliche Reichweite, dafür aber vergleichsweise enormen Durst. Konventionelle Autos haben aber über 100 Jahre Entwicklung hinter sich, mit zigtausenden klugen Köpfen, die sich den selbigen zerbrochen haben, um die Teile marktgerechter und gleichzeitig effizienter zu machen. Übrigens gibt es das Konzept des E-Autos in etwa genauso lange, aber es war eine wirtschaftlich-politische Entscheidung, die dann letztendlich zum Spritvehikel geführt hat.
Jetzt zu verlangen, dass die Technologien über Nacht erfunden werden, ist nicht nur illusorisch, odnern auch en wenig unfair.
Ein israelischer Freund experimentiert gerade herum, weil er sich eingebildet hat, einen Motor zu bauen, der nur mit Meerwasser fährt – er verrät mir zawr nicht, wie er das anstellen will, aber er klingt recht zuversichtlich. Sollten derartige Dinge Erfolg haben, dann wären Deine Aufrufe zur Föderung von E-Autos genauso schnell wieder Geschichte, wie das vorhersehbare Dilemma mit dem Biosprit und den damit verbundenen Waldrodungen und Lebensmittelpreisen.
Hallo Andy
In Österreich nimmt die Waldfläche jedes Jahr zu (Verwaldung!), und das mit den Lebensmittelpreisen ist so eine Geschichte. Wenn weltweit 2% der agrarischen Pflanzenproduktion energetisch genutzt wird, ist der Einfluss wohl ziemlich gering.
Wir verstromen in Österreich im steigenden Ausmaß Pflanzen, die nicht als Nahrungsmittel nutzbar sind.
Wir nutzen Ganzpflanzen und NICHT nur das Korn, weiters bauen wir wo immer möglich 2 Kulturen über das Jahr an und vermeiden Monokulturen weitestgehend.
Zum Thema fahren mit Wasser.
Ein Herr Dingle aus den Phllipinen geisterte um die Jahrtausendwende mit seinem Wasserauto durch die Medienlandschaft. Was ist daraus geworden? Nichts? Eine Zeitungsente? Keiner weiss was daraus geworden ist..
http://www.wasserauto.de/html/daniel_dingle.html
Ich fahre eine Erdgasauto mit 30% Biogasanteil, du fährst kein Wasserauto und Frau Kerschbaum kein E-Auto.
Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Ich fahre derzeit gar kein Auto, aber bis vor kurzem wars noch ein Skoda Oktavia Kombi Bj. 98 mit satten 290.000km auf dem Buckel und mit dem sensationellen Durchschnittsverbrauch von 4,6L Diesel. Billiger und effizienter gehts momentan eigentlich nicht. Zu viert und vollbeladen hat der grademal 6 Liter verbraucht, das soll Gas und Elektro erstmal hinkriegen, und zwar ohne Verteuerung der Autos, dann würden auch viele Leute gerne so etwas kaufen.
Ich habe da mal einen Bericht gefilmt über einen Bauern aus dem Bezirk Vöcklabruck, der hat sich seinen Mercedes vor 15 Jahren umgebaut auf Rapsöl (selbst investiert), und hat sich sogar den Treibstoff selbst erzeugt, und zwar auf den Feldern, die jeweils nicht bebaut wurden (durften). Ich kenne mich mit den Eu-Subventionen nicht so genau aus, jedenfalls musste er jedes Jahr eine bestimmte Fläche unbebaut lassen. Weil er aber Raps anbaute, hätten sie iihm die Subventionen gestrichen, also musste er dann seinen eigenen Raps von einer Genossenschaft pressen lassen und teuer zurückkaufen.
Ich finds interessant – dass gerade die grünen immer wieder als „nein-sager“ oder „verhinderer“ abgetan werden *g*
andy… bei uns im bezirk gibts einen „energieautarken bauernhof“ (löser), der seine traktoren & co mit selbst gepresstem pflanzenöl betreibt. am 13.6. hat er tag der offenen tür – magst dirs anschaun? http://www.solarbundesliga.at/energiebauernhof/
Ist das der Typ, der die skurrilsten Sachen selber baut und erfindet seit 20 Jahren?
nein… skurril wüsst ich nix!
sonne, wind und biomasse halt…