ein rahmenvertrag über 150 bmw 730d und 520d für dienstwägen der regierung (+landesregierungen + nationalbank) sorgt für berechtigte aufregung. die bbg (bundesbeschaffungsgesellschaft) befasst sich ja offenbar wenig mit klimaschutzzielen, wenn sie abgaswerte von 192g co2/km als besonders umweltfreundlich einstuft!
bei allem verständnis dafür, dass minister und landesregierungsmitglieder gestresste menschen sind und für ihre langen dienstreisen ein bequemes auto mit chaufför brauchen – etwas mehr rücksicht auf die vorbildfunktion, die regierungsmitglieder wahrnehmen sollten, könnte man da schon nehmen!
so begrüßenswert es ist, dass umweltminister berlakovich sich gegen die bmw-flotte ausspricht – sein vorstoß in richtung bioethanol ist halt auch nur halb-ernst zu nehmen. abgesehen von den fehlenden tankstellen ist bioethanol nicht co2-neutral, wie er behauptet und nicht das non-plus-ultra bei den alternativantrieben. dabei war er doch erst am montag bei der tesla-probefahrt… wie wärs, wenn die bbg hier 45 % vom preis runterhandelt, dann wär der tesla im vergleich zum bmw ja ein wahres schnäppchen (etwas mehr anschaffungskosten, dafür viel weniger betriebskosten). aber es ginge natürlich auch kostengünstiger: man kann auch größere autos auf elektroantrieb umbauen z.b. – oder wenigstens mal mit einem hybridauto starten…
empfehlenswert für die bbg wäre ev. die lektüre der aktuellen auto-umweltliste des vcd - und des regierungsprogramms, das ja eine umstellung der regierungsflotte auf alternative antriebe beinhaltet….
p.s.: die bundesbeschaffungsgesellschaft kauft ja nicht nur dienstautos für regierungen. umso wichtiger wäre es, in dieser bundesbeschaffung endlich auch mehr augenmerk auf ökologische kriterien beim einkauf zu legen!