Die ÖBB-Bosse haben sich verspekuliert. Im letzten Profil fand sich ein Bericht über die rechtlichen Konsequenzen dieser Spekulationsgeschäfte. Fix ist nur, dass es die für die involvierten Manager nicht geben wird. Denn die Konsequenzen aus 600 Mio Verlusten aus Finanzgeschäften trägt in erster Linie der Personennahverkehr.
Was wird jetzt aus der Nahverkehrsoffensive? Was ist mit dem verbesserten Angebot für PendlerInnen? Das Lächeln des Ministers genügt nicht, um die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern, wenn PendlerInnen weiterhin in den Hauptverkehrszeiten wie die Sardinen in überfüllten Zügen stehen – und nötige Investitionen weiter auf den St.Nimmerleinstag verschoben werden!
Das besonders Ärgerliche an den Spekulationsverlusten ist, dass diese jetzt auf Kosten des Personennahverkehrs abgeschrieben werden. Von den 154,6 Mio, die 2007 zur Abdeckung der CDO-Verluste aufgebracht werden mussten, bekommt der Personenverkehr mit 68 Mio Euro fast die Hälfte zu schlucken (63,4 Mio die Infrastruktur-Bau und damit teilweise indirekt auch der Personenverkehr, 23,2 Mio die Rail Cargo). Dazu kommt eine (gottseidank) nicht-durchgeführte Tarifanpassung, die im Budget aber nach wie vor fehlt. Minister Faymann wollte sie doch irgendwie aus dem Staatssäckel abgelten – aber das hat er in seiner Harmoniesucht inzwischen offenbar vergessen (um Budgets muss man bekanntlich streiten).
[...] aber bei weitem nicht aus. gleichzeitig gibt es fahrplankürzungen, weil das öbb-management sich verspekuliert hat (600 mio euro) und die ticketpreise zwar nicht erhöht wurden, der verkehrsminister aber auch [...]
[...] eine halbe milliarde spekulationsverluste wird auf die pendlerInnen abgewälzt, das managemen profiliert sich durch bonus-zahlungen und mega-abfertigungen, öffentliche zuschüsse blieben jahrzehntelang betragsmäßig gleich (also nicht inflationsangepasst) – irgendwoher muss das geld ja kommen. 5 % erhöhung, die wieder überdurchschnittlich stark die nahverkehrspendlerInnen trifft, die nicht von der öffentlichen hand abgefedert werden (es gibt ja nichtmal eine entsprechende erhöhung der pendlerpauschale), zeigen deutlich: klimaschutzziele (gerade im verkehrsbereich massiv verfehlt) und die entlastung des mittelstands (der öv ist auch eine soziale frage-siehe vcö-studie) sind der regierung in wirklichkeit schnurzegal! [...]