der medienhype zum fall josef f. legt den gedanken nahe, dass opferschutz in österreich nicht einmal klein geschrieben wird. der finanzielle ruin droht – der kurier sammelt spenden! gut, dass spenden gesammelt werden – dramatisch, dass es offenbar keine absicherung dieser menschen in einem “sozialstaat” gibt!
der landeshauptmann von niederösterreich stellt in seiner güte einen anwalt zur verfügung – der als erste wortmeldung die behörden in schutz nimmt, zur veröffentlichung der fotos der opfer in österreichischen medien aber kaum einen mucks von sich gibt (dank an peter rabl, der das in einem kommentar aufgenommen hat). warum brauchts dafür einen gütigen landeshauptmann und ist nicht selbstverständlich (auch gesetzlich vorgesehen), dass opfer eines derartigen verbrechens von guten (darauf spezialisierten) anwälten verteidigt werden? – ich würde mir sogar erwarten, dass den opfern (selbstverständlich und von gesetz her geregelt) psychologische betreuung zusteht. es reicht nicht, täter zu verurteilen – ein staat, der sich sozial nennt und auf moral beruft ist doch wohl verpflichtet, auch für die opfer eines verbrechens zu sorgen!