ab 3. februar geht die “wahlkabine” für die niederösterreichische landtagswahl online (wahlkabine.at). herr und frau niederösterreicherIn können sich dann durch eine reihe von fragen durchklicken um am ende zu erfahren, was sie wählen sollten.
bei der nationalratswahl hätte ich nach der meinung der wahlkabine kpö wählen müssen (so wie viele meiner bekannten auch) – mag ich aber nicht und bin ich auch nicht. wieso unterstellt mir die wahlkabine, dass mir das programm der kpö am besten gefällt?
nach ein paar klicks bin ich draufgekommen: entscheidend sind die fragen, die man (sich) stellt!
und die entscheidenden fragen für mich wurden nicht gestellt. abgesehen von “tempo 160 auf autobahnen?” (da ist offenbar auch die kpö dagegen) und “mehr schiene, weniger straße” (das sagen ja alle) gabs auch kein thema, das auch nur entfernt mit umweltschutz zu tun hatte – offensichtlich hat das “redaktionsteam” der wahlkabine kein interesse an diesen themen.
die wahlkabine ist eine nette spielerei – mehr leider nicht.
schade, weil das system an sich eine gute idee ist – sich spielerisch mit politischen themen und parteien auseinanderzusetzen, bevor man wählen geht. blöd nur, wenn die fragen schon antworten sind (wollen sie ein neues niederösterreich oder wollen sie mehr macht für die övp? ein und die selbe frage?).
dass die wahlkabine vom unterrichtsministerium als “politische bildung” gefördert wird, sollte aber anlass dafür sein, hier auch für parteipolitische ausgewogenheit zu sorgen.